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 Kapitel 1: Ins Nichts

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 23, 2011 3:19 pm

Morrigan schloß langsam die Augen und lehnte sich an die weißgestrichene Wand, als Maruschka anfing die ersten Töne zu spielen. Fast noch mehr als die Natur liebte sie Musik. Zu Lebzeiten hatte sie auch auf einer selbstgeschnitzten Flöte selbstkomponierten Weisen gespielt. Sie genoß die bittersüßen Klänge, die das Mädchen aus dem Instrument hervorzubringen wusste. Wenn die Vampirin irgendwann wieder eine Flöte - ihr geliebte alte ist leider zerbrochen - in die Hand oder in die Nähe eines Klaviers kam, würde sie wieder spielen. Würde ihr Herz noch schlagen, hätte es jetzt vor Freude schnell geklopft. Sie wurde in ihrer Freude über die Töne nur kurz unterbrochen, als der Werwolf - Yuuto, wie er sagte - sich vorstellte. Dann wurde der Raum wieder von der Musik beherrscht. Kein einziges Mal öffnete sie ihre goldene Augen. Die Irin war der festen Meinung, dass man Musik nur genießen konnte, wenn man alles andere ausschloß. Als das Spiel schließlich endete, öffnete Morrigan sie nur einen Spalt. Ihr kam es vor, als würden die letzten Töne immer noch im Raum hängen.

"Warum sollte ich mich beschweren? Ich fand es wunderschön."


urteilte sie leise. Fast hätte sie ihre Zimmergenossin gebeten, ein weiteres Stück zu spielen, jedoch zügelte sie ihre Zunge und schwieg danach. Sie hätte so etwas wahrscheinlich nicht gefragt, wenn sie nicht schon schlechte Erfahrungen damit gemacht hatte. Ob ihre alten Zimmerpartnerinnen sich wohl davon gestört gefühlt haben? Wahrscheinlich. Die meisten Mädchen heutzutage hörten dieselbe eintönige Musik.

"Ich selbst kann leider keine Geige spielen, dafür spiele ich Klavier und Flöte. Leider habe ich letzteres schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gespielt."


Sie stellte sich wieder gerade hin und schaute von einem Mädchen zum anderen. Dann stellte sie ihren Rucksack an einen Bettpfosten. Langsam war es lästig geworden, ihn die ganze Zeit zu tragen. Dann ging sie wieder zurück zu ihrem Platz an der Wand. Das Geigenspiel hatte ihr wieder neue Kraft gegeben. Jetzt war sie nicht mehr so erschöpft wie vorhin, ja, es kam ihr so vor als könnte sie ganze Berge versetzen. Nocheinmal wanderten ihre nun leuchtenden Augen zwischen den beiden Menschen hin - und her.

"Hinlegen? Jetzt? Nein, ich möchte irgendwo hingehen. Das mit der Cafeteria vorhin war ernst gemeint. Möchte einer von euch mitkommen?"

Eigentlich war es egal. Sie würde auch alleine gehen, wenn es denn nötig war. Zwecks Höflichkeit fragte sie aber nach.

[Bei Madeline, Maruschka, Yuuto & Kagami]
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Kagami

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 23, 2011 4:12 pm

    "Denkst du wirklich?"

    Erwiderte Kagami mit einer hochgezogenen Augenbraue, diese Frage sollte der Wolfs Junge sich doch mal durch den Kopf gehen lassen.
    Natürlich waren Freunde da um einander zu schützen, aber nach all dem was der rot haarige sich gerade eben geleistet hatte, war es Kagami nicht wirklich verständlich weshalb der andere Junge ihn noch schützte. Leicht wand er seinen Blick von diesem ab.

    "Kare wa onaji koto o suru ka? (Würde er auch das selbe tun?)"

    Auf eine Antwort wartete der Japaner jedoch nicht. Kurz nachdem sein Gegenüber das Zimmer betrat, betrat auch Kagami das Zimmer, einen Moment wand er seinen Blick zu Morrigan welche gerade dabei war zu fragen wer alles mit in die Cafeteria wollte, doch wand Kagami seinen Blick wieder von ihr ab. Was sollte er denn bitteschön in einer Cafeteria? Sein Blick wanderte zu der Finnin, während der Wolfs Junge welcher sich als Yuuto entpuppte gerade vorstellte und sich daraufhin auf das Bett saß.

    Mit langsamen Schritten näherte er sich der Finnin, ehe er wenige Schritte vor ihr stehen blieb, so das sich noch ein bestimmter Abstand zwischen ihnen befand. Kurz musterte er sie versuchte dabei unauffällig zu sein, ehe sich seine Lippen öffneten und er begann zu sprechen.

    "Wenn du nicht mit den anderen in die Cafeteria gehen möchtest, kann ich dir gerne schon einmal die Schule zeigen"

    Bot er ihr ruhig an. Irgendwie schien es dem Japaner so als hätte sie keinen wirklichen Anschluss zum Gespräch von Morrigan und Maruschka gefunden. Außerdem mochte er es sowieso nicht so gerne sich in einer großen Gruppe fort zu bewegen und hatte nicht vor sie zur Cafeteria zu begleiten. Wenn Madeline wollte, konnten sie ja noch später zur Cafeteria gehen.


[Bei Madeline]
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Varyn

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 23, 2011 4:53 pm



Wie tief war er gesunken, dass er hier lag, winselnd und wimmernd wie ein kleines Baby zu Füßen eines Mädchens, dass er nichteinmal kannte. Er sollte sich dafür schämen so voll und ganz in Mitleid zu versinken. War er nicht ein Wolf? Ein Werwolf? Ein großes und starkes Tier, dass es mit einem Vampir aufnehmen könnte. Varyn, der Prinz der Illusionen. Der weiße Riesenwolf mit dem weichen samtigen Pelz. Er, der er immer schon Außenseiter gewesen war sollte sich nun von solchen Vampiren den Ruf nehmen lassen? Niemals.
Ein Schnauben war die Antwort auf seine Gedanken. Dieses elendige Trübsalblasen musste ein Ende haben. Jetzt oder nie. Es würde ein anderer Tag kommen. Einer, an dem er diesen dämlichen Vampiren ordentlich in den Arsch treten würde - sofern sie tatsächlich so niederträchtig waren und hilfelosen Menschen etwas antaten. Falls nicht, sollten sie ihm egal bleiben. Nur frech durften sie nicht werden. Er, Prinz der Illusionen, sollte sich nicht darum sorgen, dass Vampire das bekommen würden, was ihm gehörte. Maruschka würde Sein sein, irgendwann. Wenn nicht, so hatte das Schicksal es anders gewollt und dann war es eben so. Keine Zeit um sich dem hinzugeben, was man Tatenlosigkeit nannte. Aktion war gefragt. Sinnreiches handeln und argumentieren, dass ihn weiterbringen würde. Zwar würde er sich hüten sofort wieder in den Raum zurückzukehren, in dem er noch eben fast seine Wolfsgestallt zeigen würde, doch zumindest in sein Zimmer konnte er gehen. Den Schlüssel trug er an einer langen Kette um seinen Hals. Lang, damit sie nicht riss wenn er sich verwandelte. Seine Kleidung hatte es größtenteils dahingerafft - das Oberteil zumindest. Irgendwie hatte er wohl die Hose halb vom Leib gestriffen, bevor er vollkommen verwandelt war. Ja. Varyn, es ist Zeit zu handeln! Sein ganzer Lein schrie danach sich zu erheben und irgendetwas zu tun. Etwas sinnvolles was ihn nicht in Tränen hielt. Alles würde gut werden. Und wenn nicht? Na dann eben nicht. Aber durch bloses rumliegen würde sicherlich nichts geändert werden.

Für einen Moment hatte er vergessen, dass er allein war und wäre fast hochgesprungen und sie damit umgerissen. Er beherrschte sich noch rechtzeitig, wälzte sich etwas von ihr weg und stand auf. Eigentlich wäre es seine Art gewesen, wenn er nun wortlos gegangen wäre, doch nein, ganz so herzlos konnte er einfach nicht sein. Er drehte sich zu der Asiatin um und senkte kurz, dankbar den Kopf ohne etwas zu sagen. Nun, da er wieder Kraft hatte, könnte er... nein, er würde keine Illusion heraufbeschwören. Musste ja nicht jeder wissen was er konnte. Dann, nach einem weiteren letzten Blick drehte sich der weiße Wolf weg und ließ den zerstörten Baum hinter sich. Er eilte ein wenig, um zu verhindern, dass die Asiatin ihm allzuschnell folgte. Noch war er in seiner Wolfsgestallt und er hatte tatsächlich wenig Lust sie bei sich zu haben, wenn er sich verwandelte. Er musste Fremden ja nicht gleich ALLES zeigen.
Schnell hatte er die Überreste seiner Kleidung ausfindig gemacht, verwandelte sich hinter einem Busch zurück und schlüpfte in Hose und Boxer. Beides war schwarz und lag eng an. Gut, der Knopf der Hose hatte es nicht überlebt - er war abgefallen. Aber sonst war sie noch gut tragbar. Sein schwarzes Hemd hingegen war zerfetzt. Die Knöpfe an der Brust waren allesamt abgerissen und hier und da war der Stoff an Ärmel und Rücken aufgeplatzt. Er streifte den Fetzen dennoch über. Nun konnte man zwar seinen recht gut trainierten Oberkörper sehen, aber das war nicht weiter dramatisch. Besser als in Boxershorts durch die Gegend zu rennen. Gekleidet und mit den Händen wie gewohnt in der Tasche machte er sich auf den Weg aus dem Wald. Nun beeilte er sich nicht mehr. Trotzdem gelangte er schnell zum Hintereingang des Mädchenhauses. Er vermutete das Fenster von Marus Zimmer zusehen, würdigte es allerdings keinen weiteren Blickes. Stattdessen schlenderte er links am Gebäude herum und betrat den Hof. Er steuerte das Jungenhaus an und ging langsam darauf zu. Der Schlüssel zu seinem Zimmer baumelte an der langen Kette um seinen Hals, über seinem Bauchnabel hin und her.

{ In Menschengestallt auf dem Innenhof }
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Madeline

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 23, 2011 5:51 pm

Auf das Angebot von Maruschka, hier sich etwas auszuruhen, ging das Mädchen nach einem Kopfschütteln nicht genauer ein. Sie konnte doch nicht einfach so in einem fremden Zimmer hin liegen und sich ausruhen. Da hatte sie viel mehr zu tun, als nur rumzusitzen. Zum Beispiel mal nach dem Zimmer sehen und ihr Gepäck da raufbringen oder so. Und auch auf das Geige spielen, erwiederte sie nicht mehr als ein freundliches Lächeln. Sie konnte Geige spielen? Wow, cool! Neugierige Blicke trafen auf den Geigenkoffer, welche das Mädchen darauf folgend aufmachte und die Geige auspackte, sie für das spielen herrichtete und den Bogen aufspannte. Bewundernd schaute Madeline ihr zu, wie sie sie zwischen Kinn und Schulter nahm und mit dem Bogen sanft darüber strich. Ihr stand die Geige echt gut.

"D-die Geige sieht schön an dir aus. Und sie klingt auch schön!"

kommentierte sie, als sie aufgehört hatte. Das Stück spielte sie ganz ohne Notenblatt, sondern frei aus ihrem Kopf heraus. Echt bewundernswert, dieses Mädchen. Sie hatte es mit so viel leidenschaft gespielt, es berührte Madeline regelrecht am Herzen. Kurz den Kopfgeschüttelt, blickte sie zu Yuuto, welcher sich dann vorgestellt hatte. Auch hatte man gemerkt, dass Morrigan die Musik ebenso genoss wie die Finnin. Sie meinte auch, dass sie wunderschön gespielt habe. Da hatte sie eindeutig recht. Der Blick des Mädchens fiel in die wieder geöffneten Augen der Irin, welche auch meinte, Instrumente spielen zu können. Klavier war Madeline ebenfalls vertraut sowie Gitarre. Nur war sie nicht besonders gut darin. Und sie hatte keine Instrumente hierher mitgenommen. Ein Klavier hier her mitschleppen? Wäre sicher cool gewesen. Und auffällig. Und das wollte sie vorerst ja nicht sein. Lieber unauffällig als negativ auffällig...
Die Aufmerksamkeit wurde auf Kagami gelenkt, als er wieder in Menschensprache redete und seine Augenbraue hochzog. Worüber sie jetzt wohl geredet hatten? Doch da schien ihn nur ein Satz aus dem Mund gerutscht zu sein, denn schon kam wieder etwas für das Madeline Unverständliches heraus. Augenverdrehend wandte sie sich wieder zu Maruschka. In die Cafeteria? Vielleicht gar nicht so ne schlechte Idee.
Doch bevor sie zusagen konnte, kam Kagami auf sie zu und sprach sie an, ob sie nicht die Schule anschauen möchte. Ein freundliches Lächeln umspielte ihre Lippen und sie zeigte mit einem leichten Kopfnicken, dass sie mit ihm mitgehen würde.

"Ja, liebend gern. Damit ich mich nachher nicht hier verirre oder so."

stimmte sie zu und lachte kurz. Ja, wäre doch echt blöd für sie, wenn sie nachher in den Unterricht musste und sich dann verlaufen würde und irgendwo in China wieder rauskommen würde. Oder vielleicht war es dann nur China-Town. Das wusste sie dann ja nicht! Dann würde sie ja glatt meinen bis nach China gewandert zu sein. Und sie würde zu spät kommen. Denn die darauf folgenden Aktionen, was sie dann tun würde, daran wollte wohl niemand hier denken. *laber*
Sie blickte abwechselnd zu Maruschka und Morrigan.

"Ist es okay, wenn ich mein Gepäck derweil hier lasse? Wir werden uns sicher bald wieder über den Weg laufen, nicht?"

fragte sie die Mädchen, bevor sie sich mit Kagami aus dem Staub machen würde. Oder wollte sonst noch jemand mit? Doch da Kagami den Vorschlag gemacht hatte, überließ sie ihm, ob sonst noch jemand mit kommen sollte oder nicht. Wo sie wohl zuerst hin gehen würden?

{Bei Morrigan und Maruschka im Zimmer}
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Maruschka

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 23, 2011 6:08 pm

    Den letzten Ton ließ Maruschka lang ausklingen, ehe sie die Geige wieder vom Kinn nahm und bei den Komplimenten der beiden anderen Mädchen dankbar lächelte. Sie freute sich immer, wenn ihr jemand sagte sie würde gut spielen. In der Zwischenzeit war auch Yuuto wieder reingekommen und hatte sich vorgestellt, wirkte aber nicht sonderlich glücklich. Was auch verständlich war. Der andere komische Junge, dessen Namen Maruschka immer noch nicht wusste, wollte Madeline die Schule zeigen und sie stimmte zu. Bei ihrer Frage nickte Maruschka.

    "Natürlich darfst du die Koffer erstmal hier lassen. Das heißt... Solange Morrigan damit auch einverstanden ist. Und mit dem Abholen brauchst du dir keine Gedanken zu machen, von mir aus brauchen wir erstmal nicht abschließen. Meine Wertsachen schließe ich alle im Schrank ein."

    Um genau zu sein bestanden diese Wertsachen aus ihrer Geige, die ihren vorherigen Platz im nun abgeschlossenen Schrank wieder eingenommen hatte, und mehr nicht. Portemonaie und Schlüssel und sowas hatte sie ja für gewöhnlich in ihrer mit schwarzem Schleier bedeckte, selbst genähten Handtasche, die an ihren Kleidern fast nie auffiel. Da brauchte sie sich also auch keine Sorgen machen, dass der Inhalt geklaut wurde.

    "Dann Morrigan, Yuuto und ich jetzt erstmal zur Cafeteria und besorgen uns was zu essen. Wie du gesagt hast, man sieht sich bestimmt wieder."

    Maruschka schnappte sich Yuutos Arm und zog ihn einfach vom Bett hoch und vor das Zimmer, wo sie noch einmal auf das zurückkam, was Morrigan gesagt hatte. Das andere Mädchen spielte wohl auch Instrumente, hatte dies aber schon lange nicht mehr getan.

    "In der Stadt findet man bestimmt einen Musikladen wo du eine Flöte findest. Und Klavier kann man sogar hier im Musikraum spielen."

    Zumindest glaubte Maruschka, dass man da einfach Klavier spielen konnte. Sie selbst hatte das ja nie gelernt und von daher hatte es sie noch nie wirklich interessiert, ob da nun ein Flügel von Yamaha stand oder nicht. Das einzige was sie interessieren würde wäre es, wenn man dort auf einer geliehenen Geige spielen konnte. Aber das brauchte sie ja auch nicht, da sie schließlich ihre eigene hatte.


[erst bei Yuuto, Morrigan, Madeline und komischem Jungen - dann mit Yuuto vor der Tür, auf Morrigan wartend]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 23, 2011 8:38 pm

Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab.

Ich will dich nicht sehen.



xx. Das Geschäft;;_____________________________________________________________
Wäre es übertrieben gewesen zu sagen, dass sie förmlich die Luft angehalten hatte, als er bei ihr stand? War es übertrieben zu sagen, dass sie vor Erfurcht vor ihm fast keinen Ton raus bekommen hätte? Und war es übertrieben zu sagen, dass sie großen Respekt vor ihm hatte? Nein, nein, das war es wohl nicht. Der Türke hatte es gespürt. Diese Macht über ein anderes Wesen zu haben war gigantisch. Es zog ihn fast an diese Macht zu haben. Aber er zog sich zurück, war gegangen ohne sich umzudrehen, ihr einen letzten Blick zu schenken. Nein. Er war einfach durch die Menge geglitten und hatte ihr keinerlei Zuneigung geschenkt. Er hatte nichts mehr gesagt und hatte auch nichts mehr getan, damit sie auf ihn erneut aufmerksam wurde. Kein Wink mit der Hand, kein Lächeln, kein Zurückwerfen der Haare und auch kein knappes Wort. Er hätte die Halbwölfin einfach stehen gelassen, wie einen Hund im Regen. Und es hatte geklappt. Sie war ihm gefolgt, wie ein Hund seinem Herrchen treudoof folgen würde. Sie hatte zu ihm gesprochen und er hatte ihre melodische Stimme einen Moment in seinem Kopf seinen Namen sagen lassen. Einen Moment, bis er sich zwang sie wieder zu vergessen.

Doch leider war es fast schon schwer den Kopf zu ihr zu neigen und ihr zu sagen, wie egal ihm das alles doch war. Es war ihm egal, wie viele es von ihrer Rasse noch hier gab. Es war ihm egal, ob sie sich in Hut nehmen mussten oder nicht. Es war ihm alles egal. Er lebte nun hier und würde das auch weiter tun, bis zum Ende seines...Schuldingens. Dealer warf den Pony aus seinem Gesicht und zuckte dann einfach mit den Achseln, hob die Schultern und senkte sie wieder. Ein kurzes Zucken sollte ihr schon zu verstehen geben, dass er es nicht wusste. Sie sollte auch wissen, dass es ihm so ziemlich wie egal war. Ein Wunder das sie ihm überhaupt folgte. Sein Schutzschild oder besser gesagt seine negative Aura hätte sie längst vertreiben sollen. Diese Art, das er gleich beißen würde. Warum bekam sie nicht dieses Gefühl, er könnte gefährlich sein, mit ihr spielen wollen? Warum verdammt ging sie nicht einfach, anstatt ihn auszuhorchen über Andere ihrer Art. Es war doch egal, was die machten. Wichtig war, wie man selber lebte. Das war wichtig.

Mit einigen wenigen Worten wechselte sie das Thema und kam auf seine Drogen zu sprechen. Wieder zuckte er nur mit den Achseln. Die Kleine gefiel ihm, irgendwie. Sie verstand sich darin unangenehme Fragen zu stellen. Sie wusste, was zu tun war um jemanden innerlich zum sprechen zu bringen. Er hätte ihr so viel sagen können, aber er tat es nicht. Innerlich dachte er nur, wie sie reagieren würde.
Er sah, wie ihre Kinnlade hinunterfallen würde. Er sah, wie sich ihre Augen weiten würden und drohten aus ihrem Gesicht zu springen und er sah vor seinem inneren Auge, wie sie sich darauf hin abwandte und gehen würde, so wie viele andere auch. Aber Dealer wollte das nicht, also das sie einfach so ging. Sie brachte ihm zum nachdenken und das war gut, wenn er so lange einen klaren Gedanken halten konnte, anstatt an etwas dummes zu denken, was unter seiner Würde lag.
Schweren Herzens öffnete er den Mund um mit einigen Worten die Lage zu schildern.

"Sie erwischen mich nicht. Ich bin schnell und einer deiner Rasse.
Außerdem läuft so das Geschäft. Es gibt immer jemand, der die Drecksarbeit machen muss und das bin in dem Fall nun mal ich.
"

Er grinste kurz, ehe sich seine Gesichtszüge wieder neutralisieren und er seinen Blick auf den Schulhof richtete. Seine Zigarette war fast nur noch Asche und er zog noch einmal daran, ehe er den grauen Staub auf die Erde rieseln ließ. Immer noch hielt er den Stummel zwischen den Fingern, inalierte den grauen Qualm und fühlte sich stark innerlich, warum auch immer....


{ Tria auf dem Schulhof }




Ich will dich nicht sehen.

Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Do Mai 26, 2011 11:46 am

Morrigan ließ ihren Blick durch das Zimmer schweifen, bevor sie auf ihren Rucksack verharrte. Hatte sie irgendetwas Wichtiges darin? Nein, eigentlich nicht. Nur ein weiteres ihrer heißgeliebten Kleider und ein kleines, unscheinbares Amulett, das an einer einfachen Schnur hang. Niemand würde auf die Idee kommen es zu stehlen, sah es doch einfach nur alt und billig aus. Ersteres stimmte sogar - sie hatte es von ihrer Mutter zu ihrem 14 Geburtstag bekommen. Ein altes Erinnerungsstück an ein längst vergangenes Leben. Sie hatte sich zu sehr verändert, als das sie sich mit dem kleinen Mädchen von damals identifizieren könnte. Die Irin blinzelte zweimal, um die Gedanken zu vertreiben. Ihre Augen huschten nocheinmal zwischen den Mädchen in ihrem Zimmer hin - und her. Irgendetwas hatte sie verpasst. Ihre Mundwinkel hoben sich zu einem verlegenen Lächeln, als sie sich wieder erinnerte und meinte:

"Ja, natürlich kannst du deine Sachen hierlassen. Ich persönlich habe nichts wichtiges dabei, außerdem bezweifle ich, dass irgendwer etwas klauen wird."

Das war der erste Teil. Was fehlte noch? Ihre Gesichtszüge versteinerten, als sie Madeline zu Kagami gehen sah. Was wollte er tun - ihr etwa die Schule zeigen? Typisch für ihn wäre es. Normalerweise würde sich Morrigan auch keine Sorgen machen, jedoch hatte sie schon vorhin die Blutlust des jungen Vampirs gesehen und sie glaubte nicht, dass er sich würde beherrschen können. Vielleicht war es aber ein ernstgemeintes, freundliches Angebot, ohne irgendwelche versteckten Absichten. Sie musterte den Japaner eindringlich. Ja, er meinte es ernst. Trotzdem war ein kleiner Teil von ihr immer noch beunruhigt. Für den Moment würde sie es aber ersteinmal ruhen lassen. Sie beobachtete mit einem amüsierten Funkeln in den Augen, wie Maruschka Yuuto am Arm packte und ihn hintersich her aus dem Zimmer zog. Morrigan winkte der Finnin und Kagami nocheinmal kurz, bevor sie hinterherhuschte.

"Wirklich? Das wäre schön. Später kann ich dort ja mal vorbeischauen."

Ihre Antwort bezog sich vor allem auf letzteres von dem, was Maruschka gesagt hatte. Die Vampirin würde ganz sicher nicht irgendwo eine 0815-Flöte kaufen, lieblos hergestellt. Sie würde sie wenn schon selbst schnitzen, am besten aus dem Holz einer alten Eiche. Hier gab es ja sogar einen kleinen Wald, dort würde sie mit Sicherheit fündig werden.

[bei Yuuto & Maruschka, vor ihrem Zimmer]
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Trianna

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Fr Mai 27, 2011 11:32 am

    Es war merkwürdig mit dem Jungen zu reden. Irgendwie fühlte es sich gefährlich an, so als ob er sie jeden Moment angreifen würde. Doch Trianna unterdrückte dieses Gefühl der Angst einfach, so viel Selbstbeherrschung hatte sie dann doch. Aber sie dachte schon darüber nach, woran das lag. In ihrem Stamm hatte sie so etwas noch nie erlebt.

    Damit, dass er schnell war, hatte er wohl Recht. Denn er war wohl tatsächlich ein Werwolf. Auch das wollte TRianna nicht wirklich glauben. Konnte es sein, dass die Göttin auch männlichen Wesen dieses Privileg gab? Sie wollte ihn nicht danach fragen. DAs würde sie ja total dumm dastehen lassen. Viel eher griff sie das Thema der Drogen wieder auf.

    "Und du denkst du bist dazu berufen worden diese Person zu sein?"

    Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Sie versuchte das Gespräch am Laufen zu halten, wollte nicht, dass es abbrach. Es war so lange her, dass sie das letzte Mal mit einem ihrer Art geredet hatte. Und da war es ihr jetzt auch egal, ob dieser Eine männlich war. Unangenehm, aber egal. Und da sie selbst an solche Sachen wie "Schicksal" und "vorgegebene Wege" glaubte, interessierte es sie auch, ob es bei ihm genau so war und irgendeine höhere Macht ihm gesagt hatte er solle die Drogen verkaufen, so wie die Göttin ihr mitgeteilt hatte sie solle nach New York kommen.


[mit Dealer auf dem Schulhof]
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Kagami

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Anzahl der Beiträge : 1420

BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Fr Mai 27, 2011 10:04 pm

    Darauf was die anderen um ihm herum taten achtete Kagami nicht wirklich. Er interessierte sich nur für eines oder besser gesagt für eine. Dieses Mädchen hatte etwas komisches an sich, etwas das Kagami ziemlich auf sie aufmerksam machte, ihr Geruch, ihre Art und vor allem ihr Blut interessierte ihm sehr. Ob er sie jedoch beißen und somit auch eventuell töten würde blieb fraglich, so steckte Kagami gerade in einem Kampf mit sich selbst, innerlich wollte dieser ihr Blut nämlich nicht essen.

    Aber was sollte er sonst tun? Jetzt würde der junge Vampir ihr jedoch erst einmal das Schulgelände demonstrieren, er würde sie natürlich wieder finden. Selbst unter tausenden Mädchen würde er sie wieder erkennen und das nicht weil sie einen großen wiedererkennungswert hatte sondern eher da er ihren Geruch riechen konnte, seiner Meinung nach war dieser sehr stark.

    "Bis dann!"

    Wand er sich an die anderen, er hatte keinen besonderen Bezug zu den anderen und deren Gespräch gefunden. Kurz wand er sich an Maruschka, wollte etwas zu ihrem Lied sagen, jedoch fand er keine passenden Worte, also wand er sich wieder von ihr wand und lief der Tür entgegen, er drehte sich nicht nach Madeline um wollte einfach den Raum verlassen, er war schon etwas voll geworden und irgendwie hatte er auch den Überblick verloren. Kurz bevor er die Treppen runter lief blieb er stehen und drehte sich um, um sicher zu gehen das Madeline ihn auch folgen konnte, obwohl dieser nicht wirklich schnell gelaufen war, aber sicher war sicher.


[Bei Madeline]
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Yoko
Spielleitung
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Anzahl der Beiträge : 394

BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Sa Mai 28, 2011 8:33 pm

    Zufriedenheit, geborgenheit, freundschaft,
    alles trägt eine bedeutung, doch ist es zufriedenstellend?

    Yoko war sich sicher, der Junge brauchte abstand, sie verstand zwar noch immer nicht, was geschehen war, doch nun musste sie sich auch mit ihrem Zimmer bekannt machen, das Blonde Mädchen hatte sie ebenso schon vergessen gehabt, es war das Mädchen, welches sie einfach angemeckert hatte, Yoko hoffte, das der Junge niemandem erzählen würde, das sie sich zu so etwas getraut hatte, wenn es so wäre, das er eine freundin hätte, dann würde sie mächtigen ärger bekommen, aber sie bezweifelte, das dies die lippen des werwolfs verlassen würde.
    Sie würde es auch niemandem erzählen.
    Wirklich übel nahm sie es dem Jungen nicht, sie war eher zufrieden damit, auch wenn es sich wohl noch nicht erledigt hatte, sie musste sich jedoch nicht weiter einmischen, dies war sowieso zu viel.

    Okashii, sore wa watashi wa kare ga, sukunakutomo kare o shitte inakute mo, kare wa umaku yatte iru koto o shitte ureshii koto ga dekite ureshii no wa, mohaya kare wa osoraku, hidoi mono o mite ori, saidai no higai o ukeru no... Ga jinsei wa, migi-jō ni ikimasu ka?
    Schon komisch, aber es ist schön, schön zu wissen, das es ihm besser geht, auch wenn ich ihn nicht kenne, wenigstens ist er nun nicht mehr am leiden, er hat wohl etwas schreckliches erlebt, doch... sein leben geht weiter, oder?

    Sie blieb noch ein paar Minuten in der Natur sitzen, auch wenn es etwas... komisch war, ob komisch der richtige ausdruck dafür war, wusste sie nicht so ganz.
    Sie wollte einfach mal ihren Kopf frei bekommen.

    Shikashi... ... Dare no 2tsudeshita ka? Ryōhō ga, sonogo wa hito, yuiitsu no on'nanoko, otokonokodattara dono yō ni kare wa kanojo no koto o shitte imashita ka? Kare wa kanojo nitsuite watashi ni shitsumon, daijōbu, kare wa sore o mite iru... Mā, de mo... U ̄ n...
    Aber... wer waren die beiden? beide waren keine Menschen, erst das Mädchen, dann der Junge, und woher wusste er von ihr? er hat mich nach ihr befragt, okay, er hat sie gesehen... na ja, aber... hmm...

    Sie dachte viel über die Begegnung von den drei nach, er war ein Werwolf, wie sie, sie war ein Vampire, aber wieso war sie so... komisch? sie war irgendwie, nicht gerade... dass, was man ein normales Mädchen nennen konnte.

    Sie kleidete sich auch anders, okay, Yoko ebenso, aber Yoko dachte keinesfalls das sie, ein Werwolf, ein normaler Mensch war.
    Aber die äussere Erscheinung war ja nicht das, was man sehr beachten musste, na gut, sie würde sich keinem Mann näher, welcher ein Rock-Shirt trägt, wo drauf steht ´ICH DICH TÖTEN´ und ein revolver mit sich trug, aber das war etwas anderes.
    Die äussere Erscheinung war nicht das wichtigste, zumindest für Yoko nicht...

    Aber nun war es zeit zum aufstehen, weshalb sie dies auch gleich tat, sie sah nochmals nach, ob sie ihren Schlüssel dabei hatte, ja, sie trug diesen am grütel ihrer Schuhe, ihre, mit rot lakierten, Fingernägeln strichen kurz darüber, um sich zu versichern das sich der schlüssel noch immer da befand, und der Junge diese nicht mit genommen hatte.
    Auch wenn sie es ihm nicht antraute, alles konnte möglich sein.

    Sie bewegte sich schnell aus den Wald in die Mädchenräume, sie lief mehr oder weniger schleichend die Treppen hoch, sie wollte keine Aufmerksamkeit auf sich lenken, sie blickte zu Reeba, sie wollte sich nun erstmals entschuldigen, auch wenn sie sofort wieder abhauen würde.

    Kon'nichiwa, futatabi, sore wa watashi wa hijō ni watashi ga tachiagatte iru koto o zan'nen ni suruga, sore wa, kinkyū-ji, yori ōku no, matawa, anata wa kono yō ni watashi wa anata no gengo de iu koto ga dekinai ōku o rikai shite inai baai demo, ika, watashi wa hontōni mōshiwake arimasendeshita , Īwake o shite kudasai... Watashi wa watashi ni shite kudasai shitsurei, hitei shite shitsurei sa renai konshū shiyou to shimasu... N-wa, watashi wa futatabi kitsuon to, watashi wa chōdo watashi ga gokai shinaide kudasai, kono machigatte iru to iu koto o aete shinai...
    H-hallo erneut, es tut mir schrecklich leid, das ich dich einfach stehen hab lassen, aber es war ein notfall, mehr oder weniger, auch wenn du das gar nicht verstehst, so viel kann ich nicht auf deiner sprache sagen, es tut mir echt leid, bitte entschuldige... Ich werde demnächst versuchen nicht mehr so unrespektvoll zu sein, bitte entschuldige... n-nur ich würde wieder stottern, ich traue mich einfach nicht, das falsche zu sagen, bitte versteh mich nicht falsch...

    Sie sprach zu schnell und unverständlich, als das ein anderer Japaner sie verstehen konnte, noch das Mädchen, sie verbeugte sich etwas und lief dann in das Stockwerk A zu Zimmer 11, da sah sie schon, sie wusste nicht, was sie tun sollte, sie hatte auf einmal ein furchtbar unangenehmes Gefühl, so, als würde sie in ein schwarzes Loch fallen, ein kleiner Rucksack den sie am Rücken trug war ihr einziger ´koffer´ wenn man es so nennen wolle.
    Zwei Personen, ein Mädchen und ein Junge, waren vor der Tür, kurz versicherte sie sich noch, das es ihr Zimmer war, in dem sie unauffällig zum Schild sah.

    Wieder dieser komische Geruch, es waren erneut fabelwesen anwesend. Diesmal erneut ein Junge...
    Sie suchte nach den richtigen Worten, mit ihrer schlechten Aussprache, beziehungsweise sie sprach diese sprache nicht besonders gut.

    Sie wusste einfach nicht, was sie nun sagen sollte, also suchte sie nach entsprechend guten worten.

    K..- h-hallo, d-darf i-ich v-vorbei?

    Sie hätte sich nun selbst aufs hirn klatschen können, noch immer hefte der Geruch des vorherigen Werwolfs an ihr, sie hoffte nur darauf, das es nicht sonderlich beachtet werden würde, vielleicht brachte ihr dies mehr probleme ein, als ihre Sprache.
    Das, was ihr eigentlich am wichtigsten war, war das die Mädchen nicht genauso waren, wie die Blonde.
    Was hätte sie anderes sagen können? Sie hätte sich wohl am besten erst einmal vorstellen sollen, doch ihre Worte könnte sie nicht rückgängig machen, was eigentlich das beste für sie wäre.

    Sie sollte nun jedoch erst einmal ruhig sein, ob sie überhaupt das Zimmer betreten durfte, war eigentlich nicht die entscheidung des Mädchen, doch es war höflicher zu fragen, abgesehen davon, sie konnte sich nicht einfach vorbei quetschen.
    Sobald sie in ihrem Zimmer sein würde, würde sie sich hinlegen, wenn es klar wäre, welches Bett sie bekäme, sie war nicht sehr besitz ergreifend.


[Im wald, vor ihrem zimmer, fragt Maruschka etwas
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Madeline

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 30, 2011 3:53 pm


Madeline war froh darüber, so freundliche Leute gleich am ersten Tag kennengelernt zu haben. Das machte ihr den Einstieg in diese Schule und besonders in dieses Land etwas einfacher. Maruschka und Morrigan meinten beide, sie dürfe ihre Koffer hier lassen.

"Vielen dank. Ja, bis später!"

verabschiedete sich auch die Finnin von den Drei übrigen und lief Kagami hinterher, welcher bereits das Zimmer verlassen hatte und erst gar nicht auf sie wartete. Zügig hopste das Mädchen auf und sprang ihm hinterher, auch wenn er keinen schnellen Schritt angelegt hatte, aber sie musste ihn einholen, da sie wohl eher etwas rumtrödelte, anstatt ihm auf Schritt und Tritt folgte.
Sie fand ihn wieder bei der Treppe auf sie wartend und grinste, als sie auf ihn zu kam.

"Wo wollen wir als erstes hin? Kann man sich hier gut verlaufen? Ich mein.. das Gelände hier ist schon relativ groß, nicht?"

plauderte das Mädchen drauf los und wirkte etwas aufgeregt und nervös. Sie war gespannt darauf, wie das Gebäude so ist und vorallem wie groß das Ganze war. Sie sollte sich das wohl gut merken, wo sie hinlaufen und so. Nicht dass sie sich verirrt - sie kann nämlich ziemlich tollpatschig sein. Sie ging die ersten zwei Stufen hinunter, drehte sich um und sah zu Kagami hoch. Er war nicht besonders groß. Zumindest im Vergleich zu anderen Jungs.

"Warst du denn schon in deinem Zimmer?"

fragte sie neugierig nach und versuchte das Gespräch etwas zu lockern. Bis jetzt war er nicht wirklich der Gesprächigste gewesen. Außer mit Yuuto. Den laberte er ja mit seinem Japanisch total voll - schade dass die Finnin das Gespräch nicht mitverfolgen konnte. Ihr Blick wanderte die Treppen hinunter, die sie bald hinunterlaufen würden und dann das Gelände erkunden werden. Gerade kamen weitere zwei Mädchen mit Gepäck die Treppen hochgelaufen, freundlich nickte sie die Beiden an, ehe ihre Augen wieder in die des Jungen schauten. Er war ja irgendwie freundlich. Aber nicht besonders gesprächig. Da war Madeline schon etwas anders, sie redete gerne und labert des Öfteren ziemlichen Müll daher.




{bei Kagami}
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 30, 2011 4:44 pm

    Mit seinen Bernstein farbenden Augen verfolgte er die Finnin welche wenige Minuten später vor ihm stand und ihn frech angrinste, worauf sie jedoch hinaus wollte wurde den Japaner nicht ganz schlüssig.

    "Wenn du nicht aufpasst"

    Antwortete er Madeline knapp noch waren die beiden nicht wirklich ins Gespräch gekommen, trotzdem hatte wusste er nicht was er sonst noch sagen konnte, eine spezielle Frage hatte er momentan nicht. Als das Mädchen dann an ihn vorbei lief und auf der zweiten Stufe stehen blieb musterte sie ihn kurz, sein Blick hatte ihr gefolgt doch tat er es ihr nicht gleich. Woran sie wohl momentan dachte? Er war zwar nicht gerade der größte, im Gegenteil doch die hohen Absätze seiner Schuhe ließen ihn größer wirken, weshalb er diese auch trug obwohl es für einen Jungen ungewöhnlich war. Als die Lippen des Mädchen sich öffneten und sie ihn wieder etwas fragte seufzte Kagami innerlich, sie war ziemlich neugierig aber das war auch gerecht, diese Fragen waren auch schon wieder nicht zu aufdringlich gewesen aber trotzdem.

    "Nein war ich noch nicht, ich warte bis die Menschenmenge am Schwarzenbrett sich etwas aufgelöst hat"

    Kurz wand er seinen Blick von Madeline ab und zu zwei Mädchen welche gerade dabei waren ihre Koffer hoch zu schleppen, wäre er ein Gentleman gewesen hätte er den beiden sicherlich die Arbeit abgenommen und ihnen geholfen die Koffer noch die letzten paar Stufen hoch zu schleppen, doch dem war nicht so weshalb er seinen Blick schnell wieder von ihnen abwand und zu Madeline.
    Als die Mädchen ganz oben angekommen waren - was nicht sonderlich lange dauerte - betrat Kagami die erste Treppenstufe und lief diese hinunter, kurz wand er seinen Blick der Finnin zu, die Treppen waren nicht besonders hoch und auch nicht besonders viele weshalb es kein Problem war runter zu gehen, es waren wohl auch nur fünf Stufen oder so.

    "Wo willst du als erstes hin?"

    Fragte er sie um das kurze schweigen zu unterbrechen.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 30, 2011 7:04 pm

Mit einem kurzen Satz antwortete der Japaner auf ihre Frage hin und musterte sie. Zwar hatte sie mit einer Antwort, die etwas mehr Informationen geben, gerechnet, weshalb sie wohl etwas blöd drein schaute, aber die Antwort war eine Antwort. Was sollte man auch mehr sagen. Kagami war, wie vorher schon erwähnt, nicht wirklich gesprächig sondern eher der zurückhaltende Typ. Irgendwie anstrengend, ein richtiges Gespräch mit ihm zu führen. Dabei war das Mädchen doch so neugierig und aufgeregt. Es würde ihm bestimmt nicht gefallen, wenn sie ihn volllaberte. Darum sollte er wohl etwas mehr reden. Wenn nicht, wird er das nächste Opfer werden und Madeline wird ihm die Ohren wund reden.
Als hätte er ihre Gedanken gelesen, erzählte er ihr, dass er noch etwas warten möchte, weil am Schwarzen Brett ja so viel los war momentan. Aber schon wieder waren die Fragen beantwortet und Ruhe kehrte zwischen den Beiden ein. Es war nicht wirklich eine unangenehme Stille, die - auch wenn nur kurz - herrschte. A-aber wieso seufzte er denn? War er etwa jetzt schon genervt von ihr? Das könnte ja noch heiter werden.
Auch seine Aufmerksamkeit wurde kurz auf die zwei Mädchen gelenkt, jedoch machte er keine Anstalten sie ebenfalls zu grüßen. Seine Sache. Oder war das etwa normal hier so? Schließlich war Kagami länger hier als Madeline und kannte die Kultur und der Umgang mit den Leuten hier besser, stimmt's?
Als er sie fragte, wo sie den hin wollte, blickte sie überlegend hoch und tippte sich mit den Finger an ihr Kinn.

"Hmm.... Weiß nicht, was gibt es hier denn alles? Vielleicht zur Sportanlage oder so. Machst du gerne Sport? Oder was machst du sonst so in der Freizeit?"

antwortete sie grübelnd, ehe sie wieder zu ihm blickte und ihm die Frage stellte, was er so in seiner Freizeit treibt. Vielleicht steht er eher so auf Smalltalk und so. Wenn nicht, würde sie sich jetzt einfach hier umsehen und ihren Mund halten. Konnte sie das überhaupt? Es wäre eine interessante Herausforderung.
Schnell lief sie die paar Treppen nach unten um wieder auf gleicher Ebene mit ihm zu sein. Ein leichtes Zucken durchfuhr ihre Lippen, als sie in Kagami's Augen schaute. Wieso nur wirkte er so verschlossen, ob er etwas zu verbergen hatte?



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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 30, 2011 10:20 pm

    Eine wirkliche Antwort bekam Kagami nicht von der Finnin, sie sah sehr Gedankenverloren aus, woran sie wohl dachte? Kurz blickte Kagami hoch zur Decke des Raumes, was es hier alles gab? Er konnte ihr eine Standpauke darüber halten was es hier alles gab, es gab hier eine Cafeteria, Mädchenwohnhaus, Jungenwohnhaus, Schwimmbad, Sporthalle, Pausenhof, Dachterasse - die man allerdings nicht betreten dürfte- Keller, Vorgarten, Direktorenzimmer, Öffentliche Toiletten im jeweiligen Wohnhaus und außerhalb, nicht wirklich weit entfernt vom Internat gab es einen Club und am gesamten Schulhof aufgeteilt liefen irgendwelche Leute umher die irgendwelche Sachen versuchten zu verkaufen, ach ja abgesehen davon gab es noch einen kleinen Schnellimbiss außerhalb der Cafeteria und nicht zu vergessen, die Abstellkammern und Klassenzimmer.
    Doch wollte Kagami sich kurz fassen.

    "Viel..."

    Bei diesem Wort wand er seinen Blick wieder zu Madeline, doch das war nicht die einzige Frage die sie ihm gestellt hatte, sie wollte genauso wissen ob er gerne Sport machte. Eigentlich hatte er Sport gehasst, es war viel zu anstrengend und er hasste es sich in der Umkleidekabine mit allen anderen umziehen zu müssen und danach duschen zu müssen, leider gab es nur eine elend lange Dusche in welche alle rein gehen mussten... Aber jetzt? Jetzt was es ihm egal. Wenn jemand ihm blöd kommen würde, würde er ihn einfach eine knallen, was hatte Kagami denn als Vampir zu verlieren?

    "Ich finds okey, komm ich zeig dir die Sporthalle!"

    Mit diesen Worten wand er sich von ihr ab und lief ruhig weiter. Irgendwie war es für ihn etwas ungewohnt denn eigentlich war er eher der der mal ein zwei Worte verlor und Nelami war die, die die beiden unterhielt mit ihrem pausenlosen Geplapper, sie war wie ein Radiosender, die hörten auch niemals auf zu quasseln.
    Nach nicht all zu langer Zeit entschied letztlich Kagami sich dazu irgendwie ein Gesprächsthema aufzubauen, über was konnten sie am besten sprechen? Es traf ihn wie einen Blitz, das war es! Sie konnte darüber sprechen das...

    "Irgendwie haben wir kein Gesprächsthema"

    Bei diesen Worten zogen sich seine Lippen zu einem grinsen, doch dieses sollte nicht all zu lange anhalten, schnell verschwand es auch wieder.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Di Mai 31, 2011 4:03 pm

Anstatt ihr direkt zu sagen, was es hier alles gab, sodass sie eine schöne Auswahl hatte und sich entscheiden könnte, antwortete er mit nur einem Wort: >>Viel<<. Leicht seufzte das Mädchen, ehe sie erneut ein Lächeln aufsetzte. Anstrengender Junge. Aber sie hatte sich schon etwas im Internet umgesehen, es gab hier ja ein Sportgelände - das hatte sie sich gemerkt. Sicher war sie sich nicht, aber gab es hier nicht auch eine Schwimmhalle oder sowas zum Schwimmen? Doch das würde sie dann schon noch sehen, dachte sich das Mädchen. Schließlich wollten sie sich ja das Schulgelände ansehen.

Auf die Frage hin, ob er Sport mag, antwortete er erneut ziemlich knapp. Was anderes hatte das Mädchen mittlerweile nicht erwartet. Und auf seine Freizeitaktivitäten kam er überhaupt nicht zum sprechen. Er ließ es einfach links liegen, als hätte sie gar nicht erst gefragt. Puuuh.
Als Kagami sich von Madeline weg drehte und voran lief, hopste das Mädchen auch hinterher und holte etwas auf, sodass sie neben ihm laufen konnte. Es entging dem Mädchen nicht, dass auch er etwas nachdenklich war. Während sie sich neue Fragen ausdachte, mit der er kurz antworten konnte, kam aber auch schon er zum sprechen. Ein höchst intelligenter Satz, das muss schon gesagt werden. Er meinte, dass sie kein Gesprächsthema haben. Darauf hin musste das Mädchen lachen. Ihre Müdigkeit war ihr überhaupt nicht mehr anzusehen, wo sie vorhin doch noch etwas träge und müde gewirkt hatte. Zu groß war die Aufregung und die Neugier auf das Schulgebäude. Und Kagami.

"Ja. Da hast du wohl recht."

stimmte sie ihm zu und hörte auf zu lachen. Gemeinsam liefen sie nach draußen, verließen das Mädchenwohnhaus um zum Sportplatz zu gehen. Sie grübelte. Ein Gesprächsthema also. Es gab so vieles worüber man reden konnte, doch Kagami war bis jetzt nicht wirklich darauf eingestiegen. Sie musste wohl auf den richtigen Punkt kommen worauf er gut kontern kann.

"Du scheinst ja nicht wirklich gesprächig sein. Redest du immer so wenig mit Mädchen? Denn mit Yuuto scheinst du dich vorhin im Zimmer noch prächtig unterhalten zu haben.."

hakte die Finnin nach, ehe sie sich umsah, als sie nach draußen kamen. Frische Luft. Angenehme Temperatur und ziemlich sonnig trotz ein paar Wolken. Spitze, nicht wahr? Ihre Augen suchten nach der sogenannten Sporthalle, zu der sie gehen wollten.





{bei Kagami}
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Di Mai 31, 2011 5:37 pm

Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab.

Ich will dich nicht sehen.



xx. Das Leben;;_____________________________________________________________
Er hatte nur dagestanden und sie angeschaut. Eine ganze Weile lang, war sein Blick wie ein Wanderer durch ihr Gesicht gelaufen, aus dem er nicht immer sehr viel erkannte. Er wusste, das sie über ihn nach dachte. Wie kamen sonst diese Fragen zu Stande? Es war fast unmöglich, das sie nicht einen Moment über ihn nachgedacht hatte, immerhin war das Thema 'Dogen' keines der Themen, auf die man direkt zu sprechen kam. Es gehörte nicht zu den Standartfragen, so weit er wusste. Nun er war ziemlich von allem abgekapselt, aber eine Unterhaltung wusste er zu schätzen. Er wusste, das Drogen noch immer als illegal und 'böse' angesehen wurden. Einige seiner Freunde hatten ihn wegen diesem dealen verurteilt und gesagt, er solle dieses Teufelszeug vergraben oder verbrennen. Sie hatten sich Vorurteile gebildet und er hatte nur den Kopf geschüttelt und sie stehen lassen. Er hasste Menschen mit Vorurteilen und dieses Mädchen vor ihm war dabei sich eines zu spinnen, soweit er sah.

Jedoch schüttelte Dealer einfach nur den Kopf. Ha. Dazu berufen?
Dazu berufen die Drecksarbeit zu machen, na das ging ja vollkommen falsch los. Einige Menschen bildeten sich ein etwas besseres zu sein oder es besonders gut zu können und ihre Arbeit dann noch schlecht zu machen, nur um noch mehr Kommentare zu erlangen. Dealer hasste dieses falsche Dankbarkeit und war froh darüber selber nicht so zu sein.

"Nein. Ich glaube nicht an diese Schicksale.
Ich wurde dazu berufen zu leben, genau wie du.
Was ich aus dem Leben mache, ist meine Sache.
"

Na, das klang doch schon mal ganz gut. Es war direkt und ohne weitere Emotionen ausgesprochen. Nicht, das er sich selber loben würde, nein niemals. Aber es war wirklich gut gesagt worden. Es klang nach ihm. Dem etwas Allwissendem. Dem etwas Mächtigerem. War es nicht auch das, was er ausstrahlte?
Diese grauenvolle Macht, die alle Vampire und Werwölfe in seiner Nähe vor ihm warnte? Doch, diese Macht war es. Ja, er spürte sie, aber er machte keinen Nutzen von ihr. Ab und an war sie auch hinderlich, aber das störte ihn nicht großartig. Für seine Artgenossen ließ diese Aura ihn stärker und herrschender erscheinen, was durchaus positiv war, wie er fand.


{bei Trianna || Schulhof}




Ich will dich nicht sehen.

Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab. Hau ab.
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Yuuto

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Do Jun 02, 2011 6:34 pm

    Fast wie ein Zombie lies er sich von seiner Freundin hinterher schleifen, als sie dann auf den Flur hinaustraten, stand ihnen ein Mädchen gegenüber. Augenblicklich verengten sich die Pupillen Yuutos, sie war eine Werwölfin, aber an ihr haftete der Geruch von Varyn.
    Mit einem abschätzenden Blick betrachtete er das Asiatische Mädchen, sie schien Japanerin zu sein, ihr Akzent lies darauf schließen

    "Anata wa tadashii, eigo ga umaku hanaseru yō ni mieru nodesu ka? (Du scheinst nicht sonderlich gut englisch zu sprechen, oder?)"

    Er sah kurz zu Maruschka, dann wieder zu dem fremden Mädchen. Morrigans anwesenheit und die Tatsache das der Vampir mit dem anderen Menschenmädchen verschwunden war, wurde ignoriert.
    Er klang nicht unfreundlich, aber auch nicht sonderlich angetan, sie war eine Fremde, und sie roch nach Varyn. Außerdem schien sie ebenfalls in diesem Zimmer zu wohnen, wobei das sogar vorteilhaft war, so würde Maruschka nicht alleine mit Morrigan sein.
    Er seufzte kurz

    "Maru? Ich schätze sie kommt aus Japan, ihr Akzent..."

    Er beendete seinen Satz nicht, sah Maruschka nur stillschweigend an. Es lag bei ihr, was sie nun machte. Er versperrte den Weg nicht und war vorhin etwas zur Seite gegangen.


[Mädchenhaus / Maruschka, Morrigan und Yoko]

••••••••


Erstcharakter von Troy
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Varyn

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   So Jun 05, 2011 9:36 am



Die Hände in den Taschen vergraben schlenderte Varyn seelenruhig über den Schulhof. Das sein Hemd zerrissen war und seinen Oberkörper offenbarte schien ihn dabei nicht im Geringsten zu stören. Das er deshalb von allen Seiten seltsam begafft wurde ignorierte er gekonnt. Warum die Anderen auch beachten? Seine Lippen wurden von einem selbstgefälligen Lächeln umspielt. Er fühlte sich immer so gutaussenhend, wenn er mit sichtbarem Oberkörper durch die Gegend rennen konnte.
In einiger Entfernung sah - oder vielmehr roch - er zwei weitere Werwölfe. Es waren ein Mädchen und ein Junge, die sich scheinbar unterhielten. Nichts interessantes und Varyn hatte auch wenig Lust zu ihnen zu gehen. Der Typ sah nicht gerade sympathisch aus und das Mädchen... naja, das stand eben in der Nähe von dem Typen. Eigentlich wollte der Rothaarige ja ohnehin zum Jungenhaus, nur irgendwie konnte er sich noch nicht ganz durchringen. Es zog ihn nichts zu besagtem Gebäude. Irgendwie konnte er mit der gesamten Situation wenig anfangen. Kein Ziel vor Augen. Wo sollte er also hin? Er sah sich auf dem Schulhof um und entdeckte eine Bank, die etwas abseits stand. Zwei Bäume standen neben der Bank, doch sie lag trotzdem in der Sonne. Hinsetzen, Menschen beobachten. Ein besserer Plan als sich irgendwo in ein Zimmer zu verziehen oder hier weiter rumzustehen. Varyn schlenderte also auf die Bank zu, ging zwischen den beiden Bäumen hindurch und riss sich im vorbeigehen einen Grashalm ab, den er sich zwischen die Lippen schob. Rücklings legte er sich auf die Bank, die Hände hinter dem Kopf verschrenkt und den Blick gen Himmel gerichtet. Okay, Menschen würde er so wohl kaum beobachten können, aber es war entspannend. Obgleich ein steter Wind wehte, würde ihm so schnell nicht kalt werden. Und so hieß es Abwarten bis etwas interessantes geschah. Vielleicht gab es ja einen Meteoritenschauer oder so was.
Nein, Spaß beiseite. Chillen.

{ auf dem Schulhof, liegt auf einer Bank starrt in den Himmel }
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Di Jun 07, 2011 7:11 pm

    Kagami musste nicht zur Seite blicken um zu bemerken das sie aufgeholt hatte und nun neben ihm her lief, weshalb er es ließ.
    Als sie ihm auf seine Feststellung eher positiv antwortete und wenig später fragte ob er mit Mädchen nicht so sprach, musste er nur innerlich den Kopf schütteln, hätte sie gewusst über was die beiden sprachen dann würde sie es doch irgendwie besser verstehen können, oder nicht? Man konnte ja nie wissen, kurz blickte Kagami zur Seite zu der Madeline, doch wand er seinen Blick ab ehe er zur Antwort ausholte.

    "Ich finde das beide Geschlechter das selbe Niveau haben, nur bin ich schlicht niemand der große Reden schwingt, eigentlich tut Nele das immer..."

    Antwortete er schlicht.

    "Wie kam es eigentlich dazu das du dich so weit von deiner Heimat entfernst um auf ein Internat zu gehen? So besonders ist es ja auch schon wieder nicht...""

    Mit hochgezogener Augenbraue blickte er zu der Finnin, bisher hatte sich dies doch auch noch nicht geklärt wenn er sich da nicht täuschte oder?
    Wenn er genauer darüber nachdachte hatte er doch eigentlich noch viele weitere Fragen auf Lager, ob er diese alle noch bei diesem kleinen Rundgang beantwortet bekäme war jedoch noch fraglich, zu neugierig wollte er doch auch schon wieder nicht wirken, immerhin war er ja auch kein aufdringlicher Typ ähm Vampir...
    Keine fünf Sekunden nach seiner Frage waren die beiden auch schon beim Ausgang des Mädchenwohnhauses angekommen und Kagami mit Madeline draußen.
    Zielstrebig schlenderte der Vampir Junge durch die das Gelände, es würde vielleicht zehn Minuten oder so dauern das sie ankamen doch all zu lange war das doch auch nicht, oder?



[Bei Madeline]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Jun 08, 2011 9:33 am

    Der Koreaner hörte sich erneut Nelamis Redeschwall an. Er hatte bislang in den 128 Jahren die er schon lebte, nie jemanden kennen gelernt, der so viel sprechen konnte, und ja, er hatte viele Menschen gekannt.
    Ihren... Kagaschatz?

    "Nein, soweit ich das... sehen kann, ist dein Schatz nicht hier..."

    Dabei grinste er Nelami frech entgegen. Natürlich konnte er ihn nicht sehen, hier waren viele die um einiges größer waren als er, aber er hätte den jungen Vampir schließlich anderweitig wahrgenommen.
    Ihm war ja so langweilig...
    Irgendein Typ lief mit hastigem Schritt an ihnen vorbei, und bekam von Troy ein Bein gestellt, was ihn ins stolpern brachte und zur folge hatte, das seine Bücher sich über den Flur verteilten.
    Ganz unschuldig tuend blickte er ihn nicht weiter an, nahm Nelami am Handgelenk und zerrte sie durch die Menge der vielen Schüler, um das Jungenhaus zu verlassen. Ihm war langweilig, also würden sie nun Nelamis "Kagaschatz" suchen, außerdem war er gespannt auf die Reaktion des Jungen auf den dunklen Fleck an Nelamis Hals.
    Aber erstmal müssten sie ihn finden.

    "Wir suchen mal nach deinem kleinen.... ne ahnung wo er sich rumtreiben könnte?"


    Ein erneutes Grinsen. Aber hey, Kagami war wirklich kleiner als er.
    Und außerdem mochte er es, diesen Typen zu nerven, mal abgesehen davon hatten Japaner und Koreaner sich noch nie sonderlich verstanden.


Bei Nelami / verlässt das Jungenhaus]
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Madeline

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Jun 08, 2011 2:01 pm

Madeline entging nicht, wie er kurz zu ihr schaute, zum Reden jedoch wo anders hinblickte. Sie jedoch achtete kaum auf den Weg, den sie gingen - auch wenn sie es besser hätte tun sollen. Schließlich zeigte er ihr nicht umsonst die Schule. Sie sollte ja wissen, wo sie hinlaufen sollte. Kurz seinem Blick gefolgt, schaute sie wieder gerade aus, sah von weitem schon der Ausgang. >>niemand, der große Reden schwingt<< - oh ja, das merkt man! Was jedoch verwirrend für die Finnin war, war das Wort >Nele< Vorerst konnte sie nicht erkennen, was das genau bedeuten sollte, bis sie es vom Zusammenhang des Satzes ausschließen konnte.

"Nele? Wer ist Nele?"

fragte sie neugierig nach, das klang nach einem Mädchennamen, richtig? War es seine Freundin? Oh, redete er deshalb so wenig? Uff. Madeline wollte ja nicht, dass sie etwas falsches vermuten würde und sie dann schon den ersten Streit mit jemanden hatte. Doch sie wusste ja nicht einmal wer das war. Ihr Blick fiel wieder kurz auf Kagami, als er zu sprechen begann, wandt ihren Blick jedoch wieder von ihm ab.
Es scheinte ihn zu interessieren, wieso sie hier auf diese Schule ging und nicht bei ihr zuhause eine Schule aussuchte. Naja, das war ja irgendwie ne komplizierte Sache. Nein. Eigentlich nicht.

"Nun ja... Ich bin schon immer gerne gereist, weißt du. Ich möchte noch vieles mehr sehen. Australien, Spanien und Kanada sind Länder, die ich noch liebend gerne besuchen möchte. Reist du auch gerne? Ich mein, du kommst ja auch von weiter her..."

spiegelte sie die Frage zurück, war jedoch mit ihrer Antwort gar nicht fertig. Bevor er also etwas antworten konnte, fuhr sie schon mit ihrer Antwort fort.

"...und hier hat man mehr Möglichkeiten, eine Ausbildung zu bekommen. Ich glaube, die Schulen hier sind besser, deshalb hab ich mich im Internet umgesehen. Und so bin ich auf diese Schule gestoßen."

erklärte sie und erhoffte sich eine tolle Ausbildung hier um anschließenend groß Karriere zu machen. Madeline scheint in einen Redefluss gefallen zu sein, denn fuhr sie nach kurzem Luft holen erneut fort.

"Eine meiner Counsine hat mir bestätigt, dass dieses Internat hier wirklich gut ist und man hier ne spitzen Ausbildung herbekommt. Meine Familie legt großen Wert auf die Ausbildung...
Und zudem kann ich an meiner Sprache feilen und es perfektionieren. Besonders an der Aussprache"

Ja. So viel dazu. Doch nun lies sie Kagami wieder zu Wort kommen, bevor sie erneut anfing zu reden. Das war ansonsten zuviel des Gutem.
Die Beiden liefen gemeinsam aus dem Gebäude der Mädchen raus. Die frische Luft tat besonders gut, schon fühlte sie sich wieder wohler, als in einem kleinerem Zimmer mit mehreren Personen.
Madeline schaute sich um, es gab hier mehrere Gebäude. Das, was gegenüber vom Mädchenwohnhaus war, war bestimmt das Jungenwohnhaus. Die Gegend hier war schön, es gab hier auch Wiesen und Bänke um auch den Tag draußen verbringen zu können.
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Maruschka

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Jun 08, 2011 5:47 pm

    Noch immer die Fassade der guten Laune aufrecht erhaltend sah Maruschka das fremde Mädchen freundlich lächelnd an. Das Stottern kam wahrscheinlich durch Unsicherheit. Oder sie war mit dem Englisch noch nicht so ganz warm geworden. Maruschka plädierte eher auf das zweite und trat zur Seite.

    "Klar darfst du vorbei."

    Warum sollte die Brünette ihrer baldigen Zimmergenossin auch den Eintritt verwehren? Das wäre ja mehr als kontraproduktiv. Man konnte nur von Glück reden, dass Maruschka nicht so ein feine Nase hatte wie Yuuto und den Geruch Varyns, der an diesem fremden Mädchen haftete, nicht riechen konnte. Sonst wäre sie wahrscheinlich jetzt sofort und auf der Stelle in die Tränen ausgebrochen, die sie schon die ganze Zeit unterdrückte. Und um dies weiter zu tun drehte sie sich zu Yuuto und Morrigan.

    "Wollen wir?"

    Ohne auf die beiden zu warten maschierte sie los in Richtung Schulhof, den sie überqueren mussten um zur Cafeteria zu kommen. Zwei Stockwerke nach unten, durch eine Tür, über den Weg auf dem Schulhof, an vielen fremden, teilweise aber auch bekannten Personen vorbei, dann sah sie ihn. Und sofort schossen ihr die Tränen in die Augen. Wie er da lag, mit nacktem Oberkörper, so als wäre nichts gewesen. Irgendwie tat es ihr im Herzen weh, machte sie gleichzeitig aber auch ein wenig wütend, was sie aber sofort wieder unterdrückte. Sie wollte es jetzt klären und nicht einen weiteren Streit anzetteln. Zwischen zusammengebissenen Zähnen brachte sie nur wenige Worte in Yuutos Richtung hervor.

    "Bin weg."

    Die beiden anderen keines Blickes würdigend ging sie direkt zu Varyn und blieb vor ihm stehen. Eine Träne lief ihr schon über die Wange und sie wusste, dass es bei dieser einen Träne nicht bleiben würde. Einen Moment lang brachte sie kein Wort heraus, weil ihr auffiel wie gut er ohne Oberteil aussah, dann riss sie den Blick aber von den Muskeln an seinem Bauch los und sah ihm ins Gesicht. Sie musste mehrmals ansetzen, ehe die gewünschten Worte endlich ihren Mund verließen. Dann sprudelten sie aber auch wie ein Wasserfall aus ihr heraus.

    "Es tut mir leid. Ich habe total überreagiert. Ich wollte dich nicht so anmachen. Das war total doof und unüberlegt von mir. Ich habe da nicht drüber nachgedacht und das hätte ich tun sollen. Und ich hätte dir auch gleich hinterhergehen sollen und mich sofort bei dir entschuldigen sollen und es tut mir so leid und ich wollte das nicht und..."

    Ihr fiel nichts mehr ein. Während sie geredet hatte, hatte sich auch die zweite Träne von ihrem Auge gelöst und war über die Wange gelaufen. Maruschka bekam das allerdings gar nicht mit. Sie war zu sehr damit beschäftigt Varyns Gesichtszüge zu beobachten und zu hoffen, dass er ihr verzeihen würde.


[erst mir Morrigan und Yuuto auf dem Schulhof, dann bei Varyn]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Jun 08, 2011 6:22 pm

    Immer wieder wand das schwarz haarige Mädchen ihren Blick zu Kagami um, woran das lag wusste er jedoch nicht. Vielleicht hatte sie ja seine merkwürdige Augenfarbe bemerkt? Hätte er keine Kappe an, dann würde seine Haut beginnen zu glitzern, doch durch die Tatsache das er eine Kappe trug die verhinderte das Sonnenlicht auf seine Haut prallen konnte, wurde auch das ungewöhnliche glitzern auf seiner Haut verhindert.

    Als das Mädchen fragte wer Nele sei, konnte Kagami sich fast wieder selbst schlagen. Warum hatte er sie schon wieder erwähnt? Immer wenn er dies Tat dachten alle er hätte irgendeine Freundin und vor allem Mädchen schreckten dies ab.

    "Eigentlich heißt sie Nelami, sie ist seit eine gute Freundin oder eben meine beste Freundin, aber wir sind nicht zusammen, auch wenn viele das von uns denken"

    Antwortete Kagami seiner Ansicht nach kurz und ausführlich. Er wollte keine Fragen aufbringen lassen und keine Vermutungen weshalb er gleich mal die wichtigste Frage, ob er jetzt vergeben war oder nicht aus dem weg räumte und ihr erklärte wer diese ´Nele´ eigentlich ist.
    Auf seine Frage hin weshalb sie soweit weg von ihrem Heimatsland reiste um ein Internat zu besuchen, begann Madeline zu sprechen und hielt sich dabei nicht kurz. Sie warf die Frage auch gleich zu dem Japaner zurück, doch ehe er ihr antworten konnte sprach sie weiter.
    In dieser Hinsicht ähnelte sie wirklich Nelami, doch schien sie kein Mädchen zu sein, wie Nelami die Drogen zu sich nahm, Kagami war ja strickt gegen Drogen, doch wollte er Nelami mit seiner Meinung auch nicht auf den Geist gehen, vielleicht wand sie ihm ja den Rücken zu wenn er versuchen würde zu machen das sie mit ihrer Drogensucht aufhören musste, erst nachdem das Mädchen aufhörte zu sprechen wand Kagami seinen Blick zu ihr, auch wenn er seine Gedanken etwas an Nelami abschweifen lies, hatte er ihr doch zugehört.

    "Na ja, ich würde das Internat hier nicht wirklich als das beste Bezeichnen. Vor allem Miss Cathleen ist Ausländerfeindlich und die Lehrerin unserer Klasse. Aber dafür ist der Musiklehrer Mister Miller sehr freundlich aber auch ein bisschen zu freundlich für meinen Geschmack, na ja ich würde mich generell wenn nicht grad Unterricht ist von den Lehrern fern halten, die kommen mir komisch rüber..."

    Dieses mal sprach er viel, eigentlich zu viel. Doch bevor Madeline auch zur Antwort ausholen konnte fuhr er fort.

    "...Warum ich hier bin? Mein Vater wurde in Tokyo erschossen und meine Mutter hatte angst bekommen weshalb wir so weit es ging weg zogen, auch wenn ich die ganze Aufregung nicht nachvollziehen kann, deshalb konnte ich auch als ich hier her kam kein Wort englisch und alles viel mir sehr schwer. Aber na ja, das ist eigentlich nun besser geworden, mein Aussehen ist eigentlich das einzige das mich von einem Amerikaner unterscheidet"

    Erst nachdem Kagami merkte wie viel er gesprochen hatte hielt er inne, wollte er die Finnin doch nicht irgendwie zu Texten und ihr irgendwie angst machen, aber er hatte schon recht was die Lehrerin anbelangte und sein Misstrauen gegenüber der anderen Lehrer war auch nicht unberechtigt, das war mit Abstand nicht wirklich das beste Internat, es war nur gut zu den Schülern die auch besonders viel zahlten und Voraussetzungen auf einen guten Job hatten.


[Bei Madeline / Schulhof]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Jun 08, 2011 6:46 pm



Nervös oder beunruhigt oder irgendso ein Mist - wie auch immer - kaute er auf dem Grashalm herum, den er sich abgerissen hatte. Die ganze Zeit versuchte er einen bestimmten Gedanken zu fassen, aber das wollte ihm partout nicht gelingen. Varyn wusste ja nichtmal welcher Gedanke es war, der ihn so enorm störte. Nein, nicht die gerinste Ahung. Aber irgendwo da war etwas, dass er loswerden, oder zumindest überdenken wollte. Dennoch; keine Chance, es wollte sich nicht fassen lassen.
So lag er einfach nur auf dieser Bank und starrte die Wolken an, die hier und dort immer malwieder eine neue Konstellation zeigten und gelegentlich an etwas erinnerten, dass jedem Menschen bekannt war. Ein Elephant, ein Pferd, ein Baum, eine Wolke - hah, wie witzlos. Wolken sehen ja auch sicher nie aus wie Wolken. Eine Tasse, ein Buch, eine Wolke, die aussah wie eine Sonne, ein Krug, ein Herz - und dann kam Maruschkas Geruch zusammen mit dem von Yuuto und der Vampirdame. Seion Körper spannte sich leicht an. Wurde er jetzt schonwieder irgendeinem Mist ausgesetzt? Eigentlich wollte er nicht direkt wieder im Wald verschwinden müssen. Naja, vielleicht würden sie ihn ja einfach übersehen.

Es dauerte keine fünf Sekunden, da löste sich diese Hoffnung schonwieder in Luft auf. Der Geruchskomplex Maruschka mit eindrücken von Vampir und Yuuto kam näher. Wie ein Ungeheuer schlich es sich von der Seite an. Dann stand sie auch schon neben der Bank, auf der Varyn lag. Für einen Moment schwieg sie, dann suchte sie nach Worten und als sie sie gefunden hatte, sprudelten sie aus ihr heraus, als wäre der Korken geplatzt. Aus den Augenwinkeln sah er die Tränen, die ihr die Wange hinunterliefen. Er wollte sie nicht ansehen, jetzt erstrecht nicht. Maruschka gestand, dass es ihr leid tat und das sie überreagiert hatte. Das sie das nicht gewollt hatte und der ganze Kram. Irgendwie hatte der Werwolf dabei keinerlei Emotionen. Er war ihr nicht böse, nicht sauer, nichts. Aber... hatte sie denn wirklich überreagiert, oder trug er, Varyn die Schuld daran, dass die Situation so eskaliert war. Vermutlich war dem so, doch wie konnte er das erklären wenn Maruschka all das nicht... naja, eigentlich müsste sie es so ja erstrecht einsehen.
Ach, das war doch alles sowieso nur irgendeine Scheiße. Nicht drüber nachdenken. Einfach weitermachen. Irgendwie schaffte er es aufzustehen, obwohl er die Hände in den Hosentaschen hatte. Er vermied es noch immer Maru anzusehen. Er wollte nicht sehen, dass sie weint. Es reichte schon, dass er den Geruch ihrer Tränen ertragen musste - und den Gestank der Vampire.

» Komm.«


Seine Hand - wow, er nahm sie aus seiner Hosentasche - berührte ihre Schulter. Eigentlich wollte er sie umarmen, aber irgendwie stellte er selbst fest, dass das kontraproduktiv bezüglich seines vorangegangenen Befehls sein würde. Also fasste er ihr Handgelenk und zog sie sanft mit in seine Richtung. Es ging über den Schulhof, die Treppe hinauf, in sein Zimmer. Das Schloss was schnell geöffnet. Hinter ihnen schloss er die Tür und ließ sich auf sein Bett fallen. Die Koffer waren noch ungeöffnet. Seine Schuhe glitten schnell von seinen Füßen, damit er sie auf die Bettdecke legen konnte. Kaum das er lag waren seine Hände schonwieder hinter dem Kopf verschränkt. Eine Weile verharrte er so und starrte die Decke an, als gäbe es dort irgendetwas interessantes. Er musste Mut fassen, um seinen Kopf wieder zu Maruschka zu drehen und ihr Aufmerksamkeit zu schenken, ohne vor Panik, Angst, Ekel oder was auch immer durchzudrehen.
Seine Augen schafften es letztendlich doch sie zu fixieren.

» Passt schon.«, sagte er, als er endlich Worte gefunden hatte.

{ mit Maru in seinem Zimmer }
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Maruschka

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Jun 08, 2011 8:21 pm

    Irgendwie war Varyns Reaktion anders als Maruschka es erwartet hatte. Er wirkte irgendwie so nüchern und rational. Beinahe so, als wäre ihm das egal. Und auch, dass er sie eigentlich gar nicht ansah, kränkte die Brünette ziemlich. Da hätte sie ja auch einfach bei Morrigan und Yuuto bleiben können. Aber nein, sie musste das ja unbedingt klären. Varyn war eben ihr bester Freund und mit besten Freunden sollte man sich eigentlich nicht streiten. Eigentlich. Und uneigentlich hatte sie das doch getan. Und er schien ihr wirklich böse deswegen zu sein.

    Als seine Hand auf ihrer Schulter lag und dann ihr Handgelenk sanft umfasste, fühlte sie sich beinahe an den Moment in ihrem Zimmer zurück erinnert. Aber dieses Mal war es so anders. Es fühlte sich nicht unbedingt richtig an, aber wenigstens nicht so zwanghaft wie zuvor. Wenn sie gewollt hätte, hätte sie sich losreißen und einfach gehen können. Doch das tat sie nicht. Wie gesagt, sie wollte das ja auch das Welt schaffen. Nach Möglichkeit.

    Unschlüssig stand sie jetzt in Varyns Zimmer rum und wartete darauf, dass irgendwas passierte. Doch da war nichts. Ihre Fingerknöchel taten schon von dem vielen Geknote weh. Sie tat das meistens nur, wenn sie aufgeregt war. Und das war sie in diesem Augenblick definitiv. Das 'passt schon', das Varyn kurz danach rausbrachte, wirkte ebenfalls irgendwie desinteressiert. Maruschka biss sich auf die Zunge, um nichts dazu zu sagen. Aber irgendwie funktionierte das nicht so wirklich.

    "Das war alles? Einfach so? Ich meine... 'passt schon' und alles ist wieder okay? Keine Erklärung? Keine... Entschuldigung?"

    Ihre Stimmte klang schwach und ein bisschen höher als sonst. Wieder ein Zeichen der Aufregung, aber jetzt auch eines der Angst. Sie hatte Angst, dadurch wieder alles kaputt zu machen. Aber die Brünette wollte trotzdem gerne wissen, wieso Varyn so reagiert hatte. Und besonders die Entschuldigung die sie danach beinahe erwartete, machte ihr selbst irgendwie Angst. Was, wenn sie jetzt nicht kommen würde? Was war, wenn seine Reaktion ihm nicht leidtat, wenn er da keine Erklärung für hatte? Und was war, wenn er das aus einer Art Eifersucht heraus getan hatte? Nein. Das war völlig schwachsinnig. Dann hätte er ja auch ein Problem damit gehabt, wenn sie alleine mit Yuuto war. Und das hatte er ja nicht. Oder?


[mit Varyn in seinem Zimmer]
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