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 Kapitel 1: Ins Nichts

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Varyn

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Apr 25, 2011 10:11 am



Die Hände in den Taschen und mit dem Rücken an die Wand gelehnt stand er im Zimmer, direkt neben der Tür, als würde er Wache halten und jeden fremden Eindringling sofort in die Flucht schlagen wollen. Zwar hatte er sich teilweise beruhigt, aber die Sache hatte ihn verstimmt. Irgendwo in seinem Inneren war sicherlich noch ein Stück Freude darüber Yuuto und Maruschka wiedersehen zu können, doch dieses Gefühl würde davon dominiert, dass dieser Tag irgendwie blöd war. Blöde Vampire, blöde Menschen, blödes Internat. Varyn war sich auch der Tatsache bewusst, dass er sich wieder einkriegen würde, sobald er den Vorfall weitestgehend vergaß, aber das würde wohl nicht innerhalb der nächsten fünf unspektakulären Minuten passieren.
Er guckte nur kurz auf das Foto, dass Maru von ihrer Schwester zeigte. Ganz interessant, aber wirklich interessieren tat es ihn nicht. Wie auch. Er wollte Maruschka und da war ihm ihre Schwester gänzlich egal.
Nur am Rande folgte er den Redeschwällen von ihr und Yuuto. Er wollte sich auch irgendwie dazu äußern, aber es fiel ihm nichts gescheites ein, deswegen ließ er es bleiben. Vermutlich wäre es eh ein undefinierbares Grummeln gewesen, dass aus seiner Kehle kam. Varyn fühlte sich gerade wie an so einem typischen Tag, an dem man immer wieder zu seinem Bett zurück kehrte und sich die Decke über den Kopf zog, um ja nichts von der Welt mitzubekommen. Eigentlich wäre er gerade auch sehr gern in sein eigenes Zimmer gegangen, aber dann hätte er die Ankunft von Marus Zimmergenossinin verpasst und das hätte ihn vermutlich auch nicht ruhig gelassen. So blieb er und schwieg. Manchmal war Schweigen ja Gold, so hieß es.

{ bei Maru und Yuuto in ihrem Zimmer }
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Do Apr 28, 2011 9:18 pm

Ein kleiner Stich der Enttäuschung durchzuckte Morrigan, als sie Kagamis Antwort lauschte. Er kannte sie also nicht. Schade, jedoch war es auch nicht besonders wichtig. Reine Neugier hatte sie dazu gebracht, zu fragen. Weiter würde sie auch nicht bohren. Der Vampir wirkte leicht beschämt, wie er so da stand und ihrem Blick auswich. Herrgott, nahm er sich das so zu Herzen? Sie würde ihn schon nicht auffressen, nur weil er ihr die Frage nicht beantworten konnte. Hatte sie wirklich so einen Eindruck auf den Jungen hinterlassen? Das war kein gutes Zeichen.

"Okay, auch gut. War nur neugierig."

Sie lächelte zwar nicht, da es nur künstlich gewirkt hätte, aber ihre Augen funkelten leicht.

"Ich werde dich schon nicht beißen. Haha."

Sie hatte ein ganzes Repetoire von Vampir-Wortspielchen auf Lager, die meistens jedoch eher leidlich lustig waren. Noch nie war sie der Clown gewesen. Danach wandte sie sich wieder dem Brett zu, da sie immer noch nicht dazugekommen war, ihr Zimmer herauszufinden. Mit ihren 1.80 m war sie groß genug, um die meisten anderen Schülerinnen zu überragen, sodass sie mit ihren Augen ohne Probleme ihren Namen auf der Liste erkennen konnte. Daneben standen zwei weitere Namen, jedoch keine, die ihr bekannt waren, was eigentlich kein Wunder war. Die einzige andere Schülerin, die sie kennengelernt hatte, war Nelami. Ansonsten kannte sie keine andere. Anscheinend wohnte sie in Zimmer 11 A mit einer gewissen Yoko Chiaki und Marushka Jackson. Sie vermerkte die Nummer und die Namen in ihrem Hirn, dann wandte sie sich wieder Kagami zu.

"Willst du nicht auch schauen, mit wem du im Zimmer bist?"

Sie sah aus den Augenwinkeln, dass eine weitere Schülerin den Weg in das Mädchenhaus gefunden hatte. Jedoch wirkte diese reichlich verloren und unsicher, wie sie dort mit ihrem Gepäck stand. Ehrlich, wie konnten Menschen nur soviel Gepäck bei sich haben? Sie selbst hatte nur einen unscheinbaren Rucksack, indem ihre ganze Habe hineinpasste. Morrigan musste sich jedoch auch eingestehen, dass das reichlich wenig war. Wahrscheinlich würde sie einige neue Kleider in der Stadt kaufen müssen. Besorgt dachte sie an diesen wohl bald anstehenden Shoppingtrip, als sich die Neue in Bewegung setzte. Genau auf sie zu. Kurz vor den Vampiren blieb sie stehen. Unsicher, aber mit einem Lächeln fragte diese, ob es denn auch das Mädchenhaus wäre. Täuschte Morrigan sich, oder hörte sie einen leichten Akzent heraus? Einordnen konnte sie ihn nicht.

"Ja, das hier ist das Mädchenhaus. Das Schwarze Brett ist hinter mir, wie du ja siehst. Du kannst dich also ruhig mitten ins Getümmel stürzen, um deinen Namen herauszufinden."

Ob die Braunhaarige vielleicht diese Marushka war? Eine Asiatin war sie nicht, deswegen schloss sie aus, dass sie Yoko vor sich hatte. Wenn sie sich vorstellte, würde sie mit Sicherheit auch ihren Namen sagen. Sie sah einfach wie...eine neue Schülerin aus, die sich etwas verloren fühlte und sich bestimmt über etwas Freundlichkeit freute. Ihre Mundwinkel hoben sich leicht.

"Ich bin Morrigan und das ist Kagami. Vielleicht sind war ja zusammen in einem Zimmer."

Morrigan nahm sich jetzt einfach das Recht, Kagami mit vorzustellen. Sollte er doch denken, was er wollte.

[Beim Schwarzen Brett im Mädchenhaus | Bei Kagami und Madeline]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Fr Apr 29, 2011 9:12 am

    Auf ihre anderen Kommentare ging der Junge gar nicht ein, erst als sie meinte ob er nicht auch sein Zimmer suchen wolle, sein Blick wand sich wieder zu ihr.

    "Ich bevorzuge es zu warten bis die meisten weg sind"

    Erklärte er knapp, es war keine besondere Antwort, keine eigentlich-warte-ich-darauf-das-du-in-deinem-zimmer-verschwunden-bist und auch keine könntest-du-mich-dann-begleiten? Antwort versteckt in unzähligen Buchstaben und zehn Wörtern.
    Langsam verschwindete wieder das Gefühl von Röte in seinem Gesicht, innerlich wunderte er sich leicht darüber das war ihm seit ein paar Wochen nicht mehr passiert und derweil waren sie doch vielen Leuten begegnet. Ausserdem hatte ihre Mutter sie gezwungen nach Spanien zu gehen und dort Urlaub zu machen, im Urlaubsparadis, wie sie es so gerne nannte. Dabei hatten sie letztendlich - zumindest er - nicht wirklich viel Spass gehabt, da die Nachbarn sich erstens darüber beschwerten das seine Schwester den ganzen Tag laute Musik hören muss, uns letztendlich die Handys weggenommen wurden und er so jeglicher Kontakt zu meinen Freunden verlor. Und das schlimmste war wohl das sie wollte das alle zusammen Botfahren gehen, gut das Kagami sich da raus reden konnte, auch wenns peinlich war, er meinte er könne nicht, wie so oft und letztendlich meint er weil er Durchfall hätte. Ja das war wirklich alles andere als lustig gewesen, seine Mutter meinte er sei so ein armer Mensch, dabei war er schon lange kein Mensch mehr... Jedenfalls musste er nicht gehen und das wars Wert. Ein weiteres Mädchen betrat das grosse Gebäude, etwas hilflos sah sie aus, jedoch konnte Kagami vom weiten riechen das sie alles andere als eine Vampiren war. Sie trat genau auf die beiden zu und wollte wissen wo das Schwarze Brett sei. Wäre Kagami jetzt Nelami würde er sich wahrscheinlich denken: HALLLOOOO SAG MAL GEHTS NOCH! DIREKT VOR DEINER NASE!!! Aber dazu fehlte ihm wohl erstens der Mut, zweitens die Lust. Nicht einmal in seinen Gedanken würde er so etwas tun. Doch bevor er antworten konnte, hatte Morrigan bereits geantwortet.
    Auf ihr Aussehen ging Kagami erst gar nicht ein, er stand neben der Vampiren und war ein paar Zentimeter kleiner als diese selbst, doch schien es Kagami nicht zu stören, er war ja schliesslich auch nicht der Grösste.





[Bei Morrigan und Madeline]


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Fr Apr 29, 2011 10:26 am

    Das Mädchen war froh, dass sie dem Anschein nach auf freundliche Leute getroffen hat und sie auf sie eingingen. Auf Madeline’s Frage hin stimmte das Mädchen ihr zu und meinte, sie könne sich ruhig in das Getümmel stürzten. Ihr Blick fiel auf die Menschenmenge, welche sich aufbäumte um nach der Zimmereinteilung zu sehen. Sollte sie wirklich? Madeline wippte ihren Kopf leicht von links nach rechts und lehnte jedoch ab. Ein verlockendes Angebot durch die Menge durchzuschlüpfen um irgendwann dann ganz vorne zu landen. Wenn es schief ging, würde sie ja eh nur zerquetscht werden. Und auf das hatte sie wirklich keine Lust an ihrem ersten Tag hier auf dem Internat.

    “Ich.. werd wohl lieber etwas warten..“
    Meinte die Finnin wieder an das Mädchen gewandt. Als sie sich und ihren .. etwas stillen Freund vorstellte, lächelte sie wieder freundlich und stellte sich ebenfalls vor.

    “Nett euch kennen zu lernen. Ich bin Madeline. T-tut mir leid dass ich euch gestört habe, aber ich bin neu hier und naja.. kenn mich noch nicht aus hier, da ich gerade frisch vom Flughafen hier her gebracht worden bin.. In welches Zimmer wurdest du denn eingeteilt?“
    Erklärte und fragte anschließend sie, sah dabei abwechselnd von Kagami, welcher bis jetzt noch keinen Mukser von sich gegeben hatte, zu Morrigan, welche ihr gleich sympathisch wirkte. Es erfreute das Mädchen, dass sie hier gleich so lieb aufgenommen wurde. Ein Einstieg in eine neue Schule war nicht immer einfach, doch so wie ihr es jetzt gerade vorkam, war es einfacher als vermutet.

    “Seit ihr etwa schon länger auf diesem Internat?“
    Fragte sie aus reiner Neugier und hoffte, nicht unhöflich geworden zu sein. Andere Länder – andere Sitten. Aber nun hatte sie ja genug Zeit alles kennenzulernen und sich selbst etwas zu verbessern. Madeline war sichtlich etwas aufgeregt mit neuen Leuten zu reden. Dennoch nahm sie sich etwas zurück, da es doch etwas erschreckend war plötzlich allein hier zu stehen, wo man zuvor doch nur das geliebte Finnland gehabt hat.



Bei Kagami & Morrigan - am Schwarzen Brett des Mädchenwohnhauses
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Fr Apr 29, 2011 4:27 pm

Morrigan akzeptierte Kagamis Antwort mit einem kurzen Nicken. Schließlich konnte nicht jeder so groß sein wie sie und einfach über die Menge hinwegschauen. Ein kurzes Lächeln huschte über ihr Gesicht, als es das andere Mädchen noch bestätigte, in dem sie sagte, dass sie lieber warten würde. Auch hatte sie Recht in, dass es aus einem anderen Land kam. Madeline hieß sie also. Somit war sie nicht mit der Vampirin in einem Zimmer. Wie ihre Zimmergenossinnen wohl aussehen würden? Sie hoffte nur, dass sie in Ruhe gelassen wurde. Eine dauerquasselende Diva würde sie nicht ertragen können. Solche Personen weckten in ihr leichte Mordgedanken.

"Freut mich auch, Madeline. Woher kommst du denn, wenn ich fragen darf? Ich muss in Zimmer 11 A. Aber anscheinend teilst du deins mit jemand anderem, denn dein Name stand nicht neber meinem."

Ihr Tonfall war genauso freundlich und ruhig wie zuvor. Morrigan schulterte ihren Rucksack wieder vorsichtig und verlagerte ihr Gewicht auf das andere Bein. Er wurde ihr langsam lästig. Wenn sie ersteinmal das Gespräch mit Madeline beendet hatte, würde sie gleich auf ihr Zimmer gehen und ihre Habe verstauen, ob mit Kagami oder ohne. Mit etwas Glück wäre sie noch alleine auf ihrem Zimmer und könnte sich dort etwas verkriechen. Sie bezweifelte es aber, als sie die Schülerinnen beobachtete, die immer wieder in kleinen Grüppchen oder alleine ihr Gepäck die Treppe hochwuchteten. Einwenig konnte sie ja noch warten.

"Ich bin auch ganz frisch hierher gekommen."

Eine knappe Antwort mit allen nötigen Informationen, mehr brauchte sie ja nicht. Wie wohl der Unterricht morgen ablaufen würde? Was wäre, wenn sie zusammen mit diesen Werwölfen, die sie vorhin gesehen hatte, zusammen in einer Klasse wäre? Das würde ja ein Heidenspaß werden. Da die Werwölfe es sich zur Aufgabe gemacht hatten, die Menschen zu beschützen und die Vampire die Menschen eben jagten, wird es bestimmt Streit geben. Morrigan seufzte innerlich. Sie konnte auf sowas gerne verzichten.

[Bei Madeline und Kagami am Schwarzen Brett im Mädchenhaus]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Sa Apr 30, 2011 7:24 pm

    Als das fremde Mädchen meinte sie würde lieber etwas warten konnte man sich ja fast schon denken das sie vielleicht bei den beiden bleiben würde und ihnen etwas Gesselschaft leisten würde, auch wenn man es ihnen nicht sofort ansah kannten sie sich ebenso erst vor ein paar Minuten, vielleicht ne halbe Stunde oder so.

    "Du kannst ja währenddessen bei uns bleiben!"

    Erwiderte Kagami mit einem für ihn üblichen Ton, kalt und aussagelos. Kurz nachdem er diesen Satz beendet hatte fuhr er sich mit seiner Zunge über seine Lippen. Der asiatische Vampir Junge musterte das fremde Mädchene erst jetzt. Sie trug in seinen Augen nichts besonderes und hatte lange bräunliche Haare. Das Mädchen schien eine freundliche Person zu haben, sie hatte lange schöne Beine und einen hübschen Körper, trotzdem zog sie sich nicht an wie eine daher gelaufene Nutte, wie es die meisten taten und führte sich auf wie nochmal was, obwohl sie in seinen Augen nichts zu verbergen hatte. An ihrer Stimme und der Tatsache das sie beim Reden leicht stötterte stellte Kagami fest das sie schüchtern sein müsste, oder zumindest kam sie so rüber. Der schein kann trügen, so wie bei Morrigan. Erneut erklang die Stimme des fremden Mädchen, ehe sie sich als Madeline entpuppte, jedoch antwortete Morrigan schneller als er es konnte, da er erst später darauf einging. Lieber versuchte Kagami die Herkunft des Namens von Madeline herraus zu finden, es wäre unhöfflich nun nichts mehr zu sagen, aber Kagami hatte nichts zu sagen, er käme sich ziemlich dumm vor wenn er sie nun fragen würde woher ihr Name stamm.
    Kurz unterhielten die beiden Schülerinnen sich und schienen sich bereits gut zu verstehen, als Madeline wissen wollte ob sie genauso wie sie selbst neu her gekommen waren antwortete Morrigan erneut vor ihr. Anscheinend schien sie immer das erste Wort haben zu wollen, so wie Nelami, oder sie war einfach nur schneller als Kagami gewesen.

    "Ich würde nicht sagen das ich neu sei, immerhin habe ich fast mein ganzes Leben in diesem Internat verbracht"

    Meinte Kagami mit einem leicht uninteressierten Ton. Doch war es für ihm alles andere als uninteressant, immerhin war es irgendwo auch interessant zu wissen wen man als nächsten Essen würde oder besser gesagt von wem man als nächstes das Blut essen würde. Wer weiss vielleicht würde Madeline ihn sympatisch rüber kommen und er würde sie verschonen, was wiederrum bedeuten würde das er nichts zu essen hatte und dies den ganzen restlichen Tag über. Aber was war schon dabei mal am Tag nichts zu essen und bis zur Nacht zu warten? Ja in der Nacht würde er auf die Jagd gehen, immerhin waren hier mehr als genug Menschen unterwegs, irgendwie wusste er auch schon wer sein nächstes Opfer werden würde, vielleicht ja auch eine dieser komischen Schülerinnen welche sich über die Augen der beiden Vampire lustig machten, er konnte viel Spass mit ihnen haben, aber wie sagte seine Mutter immer so schön? 'KAGAMI HÖR VERDAMMT NOCHMAL AUF MIT DEM ESSEN ZU SPIELEN ODER ICH WERFE ES WEG!' Ja seine Mutter... Sie war ein Goldstück wie es Kagami auffiel... Und dies im ironischen Sinne.


[Bei Morrigan und Madeline]

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Yoko
Spielleitung
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   So Mai 01, 2011 1:13 am

    Wer glaubt etwas zu sein,
    hat aufgehört etwas zu werden.


    Yoko war etwas erschrocken über Reebas Ton, aber was hätte sie anderes erwarten können, so ging es hier wohl für Yoko gab es, wie sie es sich schon dachte, keinen Platz in diesem Land.

    "N-nein, ich habe d-das nicht mit Absicht ge-getan

    wiederholte sie stotternt, eigentlich hatte sie es ihr bereits gesagt nur anders formuliert, jedoch dachte Yoko eher daran, das dass Mädchen ihr nicht so wirklich glaubte, ihr gegenüber sah wirklich boshaft aus, sie würde wohl etwas aufpassen müssen, jetzt wusste Yoko wenigstens, wenn sie wohl nicht ansprach, mit ihrem gestotter nervte sie viele leute, also wieso nicht das Mädchen vor ihr?

    Yoko hatte verstanden, das Mädchen war nicht gerade so auf freunde tripp wie sie es gerne mochte, aber klar, auch in Japan gab es solche leute, eben eher weniger.

    Als das fremde Mädchen davon sprach, das wenn man schon leute wie sie, in dieses Land schickte, man ihr erstmals dieser sprache lehren sollte, bekam Yoko zweifel.
    Hoffentlich waren nicht alle so, sonst würde sie wirklich in dieser kleinen Schule, na ja, klein war die schule ja nicht, eher Yokos welt, versinken.

    Tut m-mir leid, i-ich versuche mich zu b-bessern

    meinte die Japanerin schüchtern, ja, sie hatte eindeutig keine Chance gegen die anscheinend Amerikanerin.
    Für Yoko schien das Mädchen zumindest Amerikanisch, schlimmer konnte es nicht mehr werden, die fremde hatte eindeutig etwas gegen Yoko, aber es müsste auch nicht so sein, sie kannten sich immerhin nicht.
    Und wenn sie beiden ein gesammtes Jahr sich immer wieder begegnen würden, müssten sie sich so oder so sehen, da gabs sowieso keinen ausweg mehr.

    Es war wirklich schrecklich ohne jegliche Familienmitglieder, bekannte, oder freunde in ein anderes Land zu gehen, dessen Sprache nicht richtig können, und dann noch gleich am ersten Tag ärger zu machen, schlimmer gings wirklich nicht.


    Bei Reeba
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Madeline

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   So Mai 01, 2011 4:39 pm

Als Morrigan auf die Aussage hin genauer nachfragte, woher sie den käme, lächelte sie erst freundlich, ehe sie antwortete.

“Ich bin von Finnland, was man wohl eher an meinem Nachnamen erkennt. Mit vollem Namen heiß ich Madeline Venskä. Kommst du auch von weiter weg, Morrigan?“

erklärte und fragte Madeline und schmunzelte, als sie meinte, sie seien nicht gemeinsam in ein Zimmer eingeteilt worden. Schade, wäre auch zu schön gewesen per Zufall auf die Person zu treffen, mit der sie im Zimmer war und die Person dann auch noch so freundlich zu ihr war. Ihr Blick fiel auf den Rucksack, welchen sie bei sich hatte. Ob sie ihr Gepäck schon oben hatte?
Die Finnin zuckte zusammen, als sie ein Freudenschrei von eines der Mädchen hörte. Huch, da ging es doch recht laut zu. Erst jetzt machte sie sich wirklich Gedanken darüber, wie die Mädchen so sind mit denen sie im Zimmer war. Schließlich mussten sie einander für eine etwas längere Zeit aushalten. Und wenn man sich dann auf den falschen Fuß erwischt, könnte das Auswirkungen auf das gesamte Schuljahr haben. Dass sie mit jedem Mädchen gut klar kommen könnte, bezweifelte sie stark.
Auf Kagami’s Worte hin nickte Madeline überrascht darüber, dass er nun auch das Wort erhoben hatte. Das bedeutete wohl, dass sie den Zweien etwas Gesellschaft geben würde. Auf die Frage von Madeline antwortete Morrigan knapp – also auch ein Frischling. Doch Kagami schien das hier gut zu kennen, wie er ja meinte, sei er sein ganzes Leben hier gewesen.

“Indemfall kennst du auch ein paar Leute hier?“

fragte das Mädchen nach, welche im Gegensatz zu dem Jungen neu hier war. Zwar wirkt er ziemlich uninteressiert auf das Gespräch, jedoch kann man das doch sicher irgendwie ändern. Und auch er wirkte etwas abgelenkt, worüber er sich wohl gerade Gedanken machte?

“Du wirkst für mich auch nicht so, als wärst du von hier. Du siehst aus wie.. ein.. Asiat?“

ging sie näher auf ihn ein um mehr von ihm zu erfahren.

{Bei Kagami und Morrigan am schwarzen Brett des Mädchenhauses }
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Troy

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   So Mai 01, 2011 11:42 pm

    Dieses Mädchen. Sie faszinierte ihn irgendwie. Er wusste zwar nicht warum, aber es war nun mal so...
    Als Nelami sich mit dem Rücken gegen ihn lehnte, fuhr er mit den Fingerspitzen ihre Wirbelsäule entlang und musterte ihre Haare. Sie roch angenehm, und sein Hunger wuchs. Doch er konnte sich beherrschen.
    Nelami schien gerne und viel zu sprechen, ein einfaches "ich mag es lieber, Menschen Stück für Stück kennen zu lernen" hätte ja auch gereicht, aber dann halt anders.
    Er lauschte still ihren Worten und musste schmunzeln, als sie schließlich ihren Kopf auf seinem Schoß bettete.
    Hm, Freunde? Das Mädchen erweckte in der Hinsicht einen anderen Eindruck auf ihm, aber das musste er ihr ja jetzt nicht unter die Nase reiben. Ihre Ansichten teilte er. Und nun wusste er wenigstens, das sie keine Ahnung über seine Eigenarten oder seine... ja, man könnte es fast schon Rasse nennen, hatte.

    Troys Finger glitten Geistesabwesend durch Nelamis Haare und er lies immer wieder eine Haarsträhne zwischen seinem Zeigefinger und Daumen verweilen, um sie eingehender zu betrachten.
    Zumindest benutzte sie nicht so viel Haargel wie er das machte, seine Haare waren völlig Steif vor lauter Klebstoff. Vielleicht sollte er sich das mal abgewöhnen.
    Ein erneutes seufzen verließ seine Lippen und sein Blick glitt durch das bisher leere Zimmer. Eine Art erschöpftheit machte sich in ihm breit. Er fühlte sich nicht Müde, nein, das konnte er auch gar nicht, er fühlte sich einfach nur erschöpft und wollte einfach mal für einen Moment gar nichts machen außer zu sitzen und still zu sein. Nichts sagen, nichts denken, nichts machen.

    "Irgendwie... fühl´ ich mich gerade ziemlich fertig, so als ob ich einen Marathon gelaufen wäre..."

    er musste dabei leicht grinsen, wobei seine strahlenden Zähe zum Vorschein kamen. Er konnte von Glück sprechen, dass er seinen Blutdurst unter Kontrolle hatte, sonst würde Nelami nun seine Eckzähne mehr als nur deutlich sehen, doch das war nicht der Fall.
    Seine Finger ließen von Nelamis Haaren ab und streiften nun über ihre Wange, wobei seine Hand dort kurz verweilte, ehe er plötzlich ruckartig aufsprang und somit Nelami etwas durch die Luft wirbelte, sie allerdings rechtzeitig auf seine Arme gerissen hatte, damit sie sich nicht hatte weh tun können. Nun lag sie halb in seinen Armen und er grinste das Mädchen frech an

    "So, jetzt sind wir aber genug rumgesessen!"

    ein belustigter Unterton schwang in der Stimme des Vampir mit und er sah dem Mädchen in seinen Armen bei den Worten mit einem geheimnisvollen blitzen in den Augen entgegen.


[Bei Nelami / in seinem Zimmer / Jungenhaus]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Di Mai 03, 2011 12:12 pm

"Oh mein Gott. Oh mein Gott."
"Was ist los?"
"Ich weiß nicht, ich fühle ..."
"Ja?!"
".. mich normal."
"Aha, krass."



Sie lag einfach da, auf einem Bett im Zimmer des Internats, der Kopf auf dem Schoß eines Jungens gebettet und die Gedanken irgendwo in den Woken. Nein, nicht in den Wolken, schon noch auf dieser Erde aber irgendwie weg. In den ... erdischen Wolken eben oder so etwas. Mit einem Lächeln sah sie zu ihm auf. Sei spürte, wie seine Hand durch ihre schwarzen Haare fuhr. Die schwarzen Haare, die sie als Kind immer zu Zöpfen getragen hatte. Die kleinen Zöpfe und viele bunte Blumen dazwischen. Sie erinnerte sich nur verschwommen, an dieses Bild, als kleines Kind. Es war fast unvorstellbar gewesen, das sie einmal so klein war so unfassbar klein, ohne eine Meinung und einen Ansatz von Geschmack was Kleidung und Menschen anging. Mit der Zeit hatte sie gelernt, was die richtigen Menschen waren in ihrem Leben. Kagami war einer und Troy vielleicht auch, aber das wusste sie noch nicht. Vielleicht war er aber auch nur einer von vielen. Aber Nelly glaubte das nicht, denn er hatte irgendetwas an sich.
Es war wohl dieses Geheimnisvolle, was sie so sehr mochte. Dieses Geheimnis, was er mit sich trug, ließ sie so aufmerksam werden, wie einen Vogel, der hungrig über einen Wald flog um etwas zu finden. Aber er fand nichts, genau wie Nelami. Sie hatte nicht einmal den Ansatz von seinem Geheimnis gefunden. Irgendwie trugen alle ein Geheimnis, nur sie nicht. Kagami trug auch eines. Er war so komisch geworden und hatte nicht einmal ihre Umarmung erwidert. Das hatte sie innerlich etwas verletzt, aber sie hatte es nicht gesagt. Warum sollte sie auch? Es war ja nicht so wichtig.

Troy würde nicht so einfach über ein Geheimnis reden, er nahm nichts so auf wie Nelly. Er war nicht so offen sondern bestimmt eher der verschlossene Typ, der nicht alles sagte, wie sie. Wenn sie etwas sagte, holte sie in dem Thema weit aus. Wenn jemand fragte wie es ihr ging hörte er nicht ein einfaches 'gut' sondern viel mehr. Tausende von Worten, die ihr Gefühl beschrieben. Manchmal fand sie aber auch kein Wort für ihre Gefühle, dann war sie sauer auf sich.
Nelami spürte, wie seine Finger über ihre Wange strichen. Sie schloss kurz die Augen und rückte etwas näher an ihn heran, schlug sie bei seinen Worten jedoch wieder auf und wollte den Kopf heben, nachdem sie etwas gesagt hatte.

"... ich muss mich dir voll aufdrängen, tut mir leid, ehrlich.
Ich glaube ich kann besser gehen und spät-
"


Weiter kam sie nicht, denn er sprang hoch und das vollkommen ohne Vorwarnung. Sie zuckte zusammen und ihre Reflexe würden nicht so schnell reagieren, Troy jedoch schon. Mit einer schnellen Bewegung, die Nelly nicht einmal hatte sehen können, fing er sie auf und hielt sie in seinem Armen.
Ihre Finger hatten sich instinktiv an ihrem Shirt - warum auch immer - fest gekrallt. Sie sah Troy kurz an, grinste dann und bevor sie sich aufrichten konnte, bemerkte sie, das etwas nicht stimmte. Alles war noch da, Troy war da und keine seiner Bewegungen war falsch, aber da war etwas eine Art Schmerz oder so.
Sie öffnete ihre krampfhaft geschlossenen Hände und sah dann ihren kleinen Finger an.

"Au verdammt. Mein Nagel ... shit! Und ich dachte das passiert nur diesen Girls in den pinken Röcken und diesen Staubwedeln die jedem Basketballtypen nach rennen. Wie heißen die doch? Ach egal. Warum ausgerechnet mir?
Mein Gott, das ist doch echt nicht zu fassen. Was ist heute denn nur los? Wurden alle in einen Fluch gezogen oder was? Ich wette ich werde so eine Gangsterbraut mit ... ähm ja. Wo waren wir stehen geblieben, ich meine vor dieser Nagelgeschichte?
"


Sie ärgerte sich über sich selber. Dumme Nuss. Hohle Nuss! Du hohles Nüsschen du.
Eine Melodie kam in ihr Ohr. Ich bin ein hohles Nüsschen, jear. Du bist ein hohles Nüsschen, jear. Nüsschen, Nüsschen, jear. - KINDISCH.
Dann schenkte sie Troy ein sanftes Lächeln und sah ihn interessiert an. Es war nun seine Entscheidung, wie es weiter ging. Ob sie beide in dieser ... Pose verharrten oder ob er sie einfach auf die Beine zog und sich über sie totlachte. Sie hatte aber auch Probleme ... Nägel, also peinlicher ging es nun auch wieder nicht. In ihr Gesicht war kurz die Röte geschossen, dann hatte sie sich beruhigt und ihn weiter angeschaut.
Fraglich, wie es nun weiter gehen würde ....




[bei Troy | in seinem Zimmer | Jungshaus]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Mai 04, 2011 5:22 pm

Auf dem Gesicht der Vampirin breitete sich ein echtes Lächeln aus, als Madeline sie fragte, ob sie denn auch von weiterher sei. Schon allein der Gedanke an die weiten Moore, die ungezähmte Wildnis verursachte in ihr leichtes Heimweh. Hach, wie sehr sie die grüne Insel vermisste!

"Finnland? Wow. Dort würde ich auch gerne einmal hin. So weit im Norden war ich noch nie. Ich selbst stamme aus Irland."

Irgendwann einmal würde sie wieder nach Hause zurückkehren und so leben wie am Anfang - als umherstreifende, ruhelose Nomadin, die nie lange an einem Ort blieb. Nur dort fühlte sie sich fast wieder lebendig. Interessiert an eine Reise in den Norden war sie schon, jedoch zog es sie zuerst in wärmere Gegenden. Australien, Afrika, Südamerika. Am längsten blieb sie in Südamerika, vorwiegend im Amazonas-Regenwald. Soviele wunderbare Pflanzen- und Tierarten. Es war unglaublich, wie sehr sie sich in den letzten Jahren gewandelt hatte. Sie hatte seit Jahrzehnten nicht so zivilisiert ausgesehen wie nun. Sie lächelte noch immer und schob sich eine verrutschte Haarsträhne hinter ihr Ohr. Kagamis tonloses Brummeln entfachte in ihr schon wieder eine leichte Neugierde. Er hatte fast sein ganzes Leben hier verbracht? Was meinte er damit? Fragen würde sie ihn zwar nicht, aber sie hoffte, dass er etwas auftaute und Madeline mehr über sich erzählte. Ihre Gedanken drehten sich bald wieder um ihr Zimmer und sie begann unbewusst mit einem Band an ihrem Kleid zu spielen, bevor sie sich wieder beherrschte und ihre Hände hinter dem Rücken verschränkte.

[Bei Madeline und Kagami]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Do Mai 05, 2011 12:57 pm

    Aufmerksam lauschte Kagami dem Gespräch. Eigentlich interessierte es ihm schon woher die Neue wenn man sie so nennen dürfte her kam. Ihm waren schon viele Leute über den Weg gelaufen, alle kannte er natürlich nicht und mit keinen einzigen hatte er gesprochen, aber bestimmt war auch irgendwo mal jemand aus Finnland dabei gewesen, na ja, wer erinnerte sich schon wem er bereits alles gesehen hatte?

    Er hatte nicht sonderlich viel dem Gespräch bei zu tragen. Vielleicht lag es auch einfach nur daran das er im Gegenzug zu ihnen ein Junge war? Oder das es ihm irgendwo doch wieder nicht so stark interessierte woher wer kam. Jedenfalls war es gut sichtbar woher Kagami kam, zwar nicht ob er jetzt aus Japan oder sonst irgendwo her kam aber trotzdem. Gerne darüber das er ein Ausländer war, sprach er sowieso nicht, da Kagami es irgendwie unfair fand das er fast sein ganzes Leben in Amerika verbrauchte um dann von jedem zweiten darauf angesprochen zu werden das er irgendwie Asiatische Züge hatte. Als das Mädchen wieder zu Kagami blickte und dann meinte das er demnach ein paar Leute hier kennen müsste zuckte er knapp mit den Schultern, immerhin gab es hier so viele Schüler alle würde er bestimmt nicht kennen und wenn man fast die ganze Zeit in seinem Zimmer oder mit Nelami verbrauchte dann würde man auch nicht so viele Leute kennen, immerhin war er eher der einsame Typ der ganz mit sich alleine glücklich sein konnte und die Zeit mit sich selbst und zwar nur mit sich selbst genoss,immerhin konnte er so über alles nachdenken.

    "Nicht wirklich, als ich das erste mal hier her kam konnte ich diese Sprache nicht und ausserdem interessieren mich die Amerika nicht wirklich"

    Meinte er knapp als Madeline ihn erneut Ansprach und auf seine Herkunft aufmerksam machte, bestimmt meinte sie es nicht böse, da sie ja vorhin mit Morrigan darüber gesprochen hatte woher sie stammen, sie wollte wohl etwas mehr über den noch ihr fremden Jungen in erfahrung bringen aber trotzdem, Kagami konnte es nicht leiden wenn jemand ihn auf seine Herkunft ansprach, bestimmt taten sie es alles nur wenigen seinem Gesicht denn das sah alles andere als 'normal' für dieses Land aus und sein Aussehen machte dem auch nicht gerade unauffälliger, doch dachte Kagami nicht einmal im Traum daran seine Haare nicht mehr zu färben und somit ein Teil der normalen Gesellschaft zu werden, wieso auch?

    "Meine Familie stamm aus Japan"

    Meinte er knapp als ihn plötzlich einer der Mädchen anrempelte. Ein kurzes 'Pass doch auf wo du hin läufst' erklang, da Kagami sie bereits gesehen hatte jedoch nicht daran gedacht hatte ihr auszuweichen und einfach stehen blieb rempelte das Mädchen gegen ihn und stolperte. Wütend stampfte die fremde Schülerin davon, tat dabei so als sei es seine Schuld, doch Kagami schien sich daran nicht sonderlich zu stören und würdigte sie nicht eines Blickes, das tat er nicht weil er eitel oder eingebildet war sondern eher das es ihm einerseits vollkommen egal war und andererseits sie kein Junge war und er sie deshalb nicht schlagen wollte, wäre ja das höchste wenn sie dann noch denken würden er wäre ein Mädchen Schläger. Der Raum war voll mit Mädchen welche versuchten zum Schwarzen Brett zu kommen, eigentlich würde Kagami nun in seinem Zimmer sitzen oder am Pausenhof und warten, so würden die Schüler mit der Zeit verschwinden und es wäre leichter an das Schwarze Brett ran zu kommen, klar konnte er sich dann nicht mehr aussuchen welches Bett und welchen Schrank er bekam aber trotzdem. Wer wohl dieses mal seine Zimmergenossen werden würden? Hoffentlich nicht wieder so komische Typen die immer miteinander treiten mussten und versuchten auf Emo zu tun, sein Blick ging zu Morrigan, musste sie nicht eigentlich schon ihren Zimmerschlüssel haben?

    "Morrigan hast du deinen Schlüssel bereits? Wenn ja müssten wir nicht hier so dumm in der Gegend herum stehen..."

    Langsam aber sicher hatte Kagami die Nase voll hier unter den ganzen Mädchen stehen zu müssen, ausser ihm waren noch vier weitere Jungs im Mädchenwohnhaus und unterhielten sich mit den Mädchen, ja hier waren wirklich wenig Jungs unterwegs, zumindest waren in diesem Raum nicht mehr oder Kagami konnte einfach nicht mehr in ihrer Nähe erkennen. Sein Blick richtete sich zu Madeline, es wäre unhöfflich sie einfach so stehen zu lassen und irgendwie konnte es ihr auch unangenehm werden könnte.

    "Willst du mit uns kommen?"

    Es war eher ein Angebot als eine Frage, irgendwie hätten Morrigan und Kagami auch kein wirkliches Gesprächsthema mehr wenn Madeline verschwand. Hoffentlich waren ihre Zimmergenossinen noch nicht im Zimmer, wer weiss was sie sich denken würden wenn die beiden plötzlich da rein gehen würden.



[Bei Morrigan und Madeline]
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Troy

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Fr Mai 06, 2011 10:52 am

Amüsiert hatte Troy das geschehen verfolgt. Ihr Nagel? Also, er hatte nun nicht erwartet das Nelami auf derlei dinge Wert legte, aber so lernte man doch immer was neues kennen.
Er hörte ihren aufgeregten Worten zu. Mädchen mit Staubwedeln... sie meinte wohl Chearleader...
Derzeit verharrten sie in dieser, einmälich unbequemen - Pose. Da Nelami keine weiteren anstalten machte, den Verlauf des geschehens selber in die Hand zu nehmen, musste er das wohl erledigen.
EIn kurzes grinsen huschte über seine Lippen,dann meldete sich aber sein Hunger zurück. "So ein mist..." jetzt war wirklich der falsche Zeitpunkt. Und vielleicht sollten sie Nelamis Hund mal für eine Weile aus der Tasche lassen? Der würde noch nen Hitzschlag oder dergleichen bekommen.
Er zog Nelami leicht auf die Beine und drückte sie dann auf das Bett, um sich neben sie zu setzen.

"Ich glaube, lange hält dein Hund das nicht mehr aus..."


ohne darauf zu warten, ob Nelami seine Meinung teilte, griff er zu der Tasche und öffnete sie, so das der Hund rausspringen konnte.
Nun, sollte er doch machen was er wollte, jetzt konnte er erstmal etwas rumlaufen, blöd nur wenn die Zimmeraufsicht oder sein Mitbewohner hinzukommen würden.
Troy wand sich Nelami wieder zu und sah ihr in die Augen, mit etwas druck brachte er sie dazu, sich auf den Rücken zu legen und legte sich leicht über sie, er hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen, ohne sie dabei zu berühren und richtete sich dann wieder auf

"Ich schliesse mal lieber ab, nicht das am ende noch einer reinkommte und deinen Hund sieht..."

somit erhob er sich vom Bett und drehte den Schlüssel im Schloss.

[Bei Nelami / In seinem Zimmer / Jungenhaus]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Sa Mai 07, 2011 1:15 pm

"Siehst du das?"
"Was denn?"
"Na das da."
"Da?"
"Nein."
"Wo denn?"
"Ach egal."


Mit einem kurzen Grinsen hatte er sie auf die Beine gezogen und mit der sanften Gewalt, die sie langsam anfing zu lieben aufs Bett zurück gesetzt. Glücklicher Weise hatte er nichts zu dem Nagel gesagt. Wie dumm konnte sie eigentlich sein? Sie war doch echt ein Esel. Ein gutaussehender Esel, öhm Eselin, aber immerhin ein stures, geldspuckendes Pferdevieh!
Sie fuhr sich kurz mit den Fingern durch die Haare und sah zu, wie Troy ihre Hündin aus der Tasche ließ. Die Braun-Weiße schüttelte sich und sprang dann mit einer wedelnden Rute auf den Schoß der Schwarzhaarigen. Nelly grinste und drückte sie kurz an sich. Beide verstanden sich ohne große Worte und das war gut - sehr gut. Somit konnte Nelami die Hündin mit einem kurzen Blick zu einem der Betten der Hündin befehlen sich dort nieder zu lassen. Mit einem Kläffen machte sie es sich dort gemütlich.
Nelly dachte an den Jungen, der hier schlafen würde. Vielleicht hatte er eine Hundehaarallergie und selbst wenn war ihr das verdammt nochmal egal. Sollte er doch das Bett tauschen oder so. Es war ja nicht ihr Problem, wobei sie dabei war es zu machen. Kurz dachte sie nach Kara auf den Boden liegen zu lassen, aber dann schüttelte sie innerlich den Kopf.

Warum auch immer wollte Troy, das sie sich auf den Rücken legte. Er sagt nichts und sie auch nicht. Es war wieder diese Gewalt, diese verdammt sanfte Gewalt, die sie nun wirklich zu lieben anfingt.
Kurz beugte er sich über sie und hauchte nur, auf die dezenteste Art und Weise, die Nelly nur kannte einen Kuss auf ihre Lippen. In einem kurzen Moment dachte sie daran, ebenfalls auf zu stehen, als er weg ging. Sie fragte sich warum, aber er ging zur Tür. Wenn er sie jetzt alleine ließ, hatte er ein Problem. Ein nelamisches Problem!
Aber er schloss nur ab. Vermutlich wegen Takara, die schon dran und drauf war sich ein Versteck für den Ernstfall zu suchen. Beim Klicken des Schlosses entspannte sich die Hundedame jedoch und ließ sich ruhig wieder auf dem Bett nieder.

Troy machte keine großen Anstalten wieder zu Nelly zurück zu gehen. Vielleicht musste sie dafür sorgen, das er zu ihr kam oder sonst etwas. Hätte er eine Krawatte an, sie liebte Krawatten, hätte sie ihn an dieser zu sich gezogen. So wie in diesen Filmen. Bei einem Ball hatte sie das mal mit Kagami gemacht und dann dem DJ gesagt, er solle die Musikrichtung ändern. Von Walzer auf Rock war das ganze umgeschlagen. Sie erinnerte sich noch an die ganzen Mädchen in den bunten Kleidern, die dann zu der Musik getanzt hatten. Die ganzen Jungs in Anzügen hatten dann auch ihren Spaß. Die Outfits passten so rein gar nicht zu der Musik und zum Schluss war die Sprenkelanlage angesprungen. Vielleicht war es auch nur ein Traum und wenn ja, dann liebte sie auch diesen.
Nelami stand auf und ging auf Troy zu, der mit dem Rücken zu ihr stand und noch immer auf die Tür starrte. Sie musste sich auf die Zehenspitzen stellen um ihm einen leichten Kuss in den Nacken zu schenken. Sie drehte ihn zu sich und blickte ihn freundlich und zu gleich sehr frech an. Sie war nicht lieb und nett. Nein.
Sie konnte auch sehr verbissen und übermütig werden, aber der Zeitpunkt war deutlich zur falschen Zeit um es jetzt zu übertreiben. Wieder musste sie sich auf die Zehenspitzen stellen. Verdammt, warum zum Geier war sie auch so klein? Fucking!

Leicht lehnte sie ihre Stirn gegen seine. Sie nahm seinen geheimnisvollen Geruch wahr. Oh ja, geheimnisvoll, ganz klar. Für was konnte ein solcher Geruch denn sonst stehen? Sie wusste es nicht.
Jedenfalls war das vor ihr, Troy, eine Art Geheimnis, welches sie lüften musste. Sie wollte wissen, wie es hinter dieser dezenten Maske aussah. Sie wollte wissen, was ihn so anziehend machte.

"Wir können auch Eis essen gehen, wenn du das hier nicht möchtest.
Es gibt immer eine Alternative, weißt du. Du musst es nur sagen.
"


Und ganz langsam näherten sich ihren Lippen seinen. Es gab noch einen Ausweg. Nein sagen.


{bei Troy | In seinem Zimmer}
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Madeline

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   So Mai 08, 2011 1:09 pm

"Du kannst mich gerne mal besuchen kommen, wenn ich dann einmal zuhause bin"

bat Madeline ihr lachend an. Das könnte ja lustig werden von Irland bis nach Finnland zu reisen. Es scheinen nicht viele von hier zu kommen, viele reisten von weiter weg an - sogar von anderen Kontinenten. Darüber konnte Madeline doch froh sein, oder? So war sie nicht die Einzige, die sich hier nicht auskannte und auch über die Sitten der Amerikaner noch nicht bescheid wusste. Gerechnet hatte sie ja mit vielen Übergewichtigen, schließlich ist Amerika ja nicht für ihre schlanken Bürger bekannt. Aber viele waren hier ja so stolz auf Amerika und so, sprechen von der Freiheit und wer weiß über was noch. So richtig wohl fühlte sie sich bis jetzt ja noch nicht, hoffentlich wird das noch.

Er interessiert sich nicht für die Amerikaner nicht? Nun ja, dem war vielleicht auch so für die Finnin, aber das Land wollte sie trotzdem kennen lernen und hier viel Neues entdecken. Dieses Land bietet eine gute Chance ihren Horizont zu erweitern, wonach das Mädchen ja auch interessiert ist. Sie wollte ja noch so viel Reisen und Sachen sehen und kennen lernen, vorallem aber die Kulturen der verschiedenen Ländern verstehen.
Woher Kagami seinen Ursprung hatte, meint Madeline ja bereits zu erkennen. Dass er aus dem asiatischen Raum kam, war nicht zu übersehen. Wo genau er jedoch her kam, blieb im Schatten versteckt, bis er es verriet. Jedoch meinte er, dass seine Familie aus Japan stammt, ob er etwa hier aufgewachsen ist? Doch das Mädchen fragte vorerst nicht nach, da er etwas schweigsam wirkte. So nickte sie nur, als ihre Augen ein Mädchen erfassten, welche Kagami anrempelte. Komischerweise meinte diese, er solle besser aufpassen, was die Finnin verwirrt schauen lies. Sollte man sich nicht eher entschuldigen, wenn man in jemand reinfällt? Doch Kagami schien es nicht weiter zu stören, sondern fragte Morrigan, ob sie nicht schon ihren Schlüssel hatte. Ja, das in der Gegend rumstehen ging langsam in die Beine. Auch wenn Madeline von der Anreise schon ziemlich viel gesessen hatte, sie fühlte sich trotzdem etwas müde und wollte das Gepäck hier wegbringen. Ihr Blick fiel auf den am Boden liegenden Koffer und der Sporttasche, ehe sie wieder zu Kagami blickte, welcher ihr anbot, mit ins Zimmer zu kommen.

"Eheh... Ja, klar. Ich muss nur das Zeug irgendwie hochbekommen"


nahm die Finnin das Angebot an und nickte mit dem Kopf auf ihr Gepäck. Doch das würde sie schon irgendwie schaffen, nicht?

"Wenns okay ist..."

meinte Madeline an Morrigan gewandt, da es ja schließlich ihr Zimmer ist, und nicht Kagamis.
Das Mädchen beugte sich zu ihrem Gepäck und schulterte sich die Sporttasche auf die linke Seite und stellte dann den Rollkoffer auf, sodass sie den Griff in der rechten Hand hielt.



{Bei Morrigan und Kagami im Mädchenhaus am Schwarzen Brett}
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   So Mai 08, 2011 2:48 pm

Morrigan grinste leicht, als ihr Madeline im Spaß das Angebot unterbreitete, sie mal zu besuchen. Irgendwann einmal würde sie mit Sicherheit nach Finnland reisen, wenn sie genug von der Hitze hatte. Dies konnte jedoch noch einige Zeit dauern. Wenn sie dann schon einmal dort wäre, würde sie gleich alle Länder dort im Norden besuchen. Jedoch würde sie dann eher durch die Wälder streifen und mit den Wölfen heulen. Es mag sich vielleicht merkwürdig für eine Vampirin anhören - bei einem Werwolf wäre es ja verständlich - aber so war es. In Afrika hatte sie versucht auf Zebras zu reiten, war in Australien bis in die finstersten Tiefen des Meeres geschwommen und hier in den USA versuchte sie sich im Stadtdschungel zurecht zu finden. Als nächstes wären die Wölfe im Norden dran.

Die Vampirin ließ das Gespräch der beiden an sich vorrüberrauschen und wurde erst wieder aktiv, als sie ihren Namen hörte. Ob sie schon ihren Schlüssel hatte? Gedankenverloren nickte die Irin.

"Ja, ich habe ihn mir vorhin schon geholt. Musste einfach nur meinen Namen sagen."

Sie empfand es als nicht besonders schlimm, einfach nur zu stehen. Wenn sie wollte, konnte sie stundenlang absolut bewegungslos verharren. Die Menschen würde es aber wahrscheinlich irritieren, fiel es ihnen doch schon schwer für fünf Minuten still zu stehen.

"Ach, wir können dir ja tragen helfen. Nicht wahr, Kagami?"

Zwei Taschen wären wirklich kein Problem, ein Kinderspiel.

"Klar kannst du mitkommen, mir macht es nichts aus."

Zumindest, wenn sie nicht stundenlang blieb. Morrigan zuckte kurz mit den Schultern, als das Mädchen sich die Sporttasche über die Schulter hievte und den Koffer auf seine Rollen stellte. Sie schaute nocheinmal von einem zum anderen und ging dann zur Treppe. Leichtfüßig sprang sie die Stufen hoch, bis sie im ersten Stock stand. Zu ihren beiden Begleitern drehte sie sich nicht um, sie würden ja schließlich nachkommen. Jetzt musste sie in Zimmer 11 A, welches hier irgendwo in der Nähe sein sollte. Das erste, was ihr auffiel, als sie langsam durch den Gang lief, war der durchdringende Geruch nach Hund. Die beiden Werwölfe, die sie vorhin an der Treppe gesehen hatte, mussten hier also entlang gegangen sein. Ihre Intuition riet ihr, sich umzudrehen und wegzurennen. Morrigan zwang sich mit steifen Schritten zum Weitergehen. Das ungute Gefühl verstärkte sich noch, als sie vor einer unscheinbaren Tür stehen blieb, von der ihr fröhlich ihre Zimmernummer entgegenblinkte. Der Geruch schien von hier zukommen. Geschlagen schloß die Vampirin kurz die Augen. Also waren zwei Werwölfe dort in ihrem Zimmer. Ob sie wohl auf sie warteten? Nein, das war nicht möglich. Morrigan hatte ein Menschenmädchen bei ihnen gesehen, wahrscheinlich deren Freundin. Sie begleiteten sie einfach in ihr Zimmer, so wie die Irin von Kagami und Madeline begleitet wurde. Kein Problem. Für einen Moment stand sie noch still, dann öffnete sie die Tür. Sie blieb in der Türschwelle stehen und ließ das Bild, welches sich ihr bot, auf sich wirken. Ihre Zimmergenossin saß mit einem Werwolf auf dem Bett. Der zweite war...sie musste sich zusammenreißen, nicht zusammenzuzucken. Er stand direkt neben der Tür, fast wie ein Rausschmeißer, der die Besucher durchsucht und nur die reinlässt, die ihm gefallen. Der Geruch war im kleinen Zimmer geradezu erdrückend, weswegen sie nur in kurzen Zügen atmete. Sie strich sich kurz über die Haare, um sich zu beruhigen, bevor sie sich ein leichtes Lächeln abrang und mit fröhlicher Stimme meinte:

"Ah, ich bin also doch nicht die erste! Hab wohl zuviel Zeit am Schwarzen Brett verbracht. Naja, ich bin Morrigan. Freut mich!"

Während sie die Sätze hinunterratterte, scannte sie schnell die Umgebung. Zur Not wäre sie in wenigen Sekunden weg. Jedoch bezweifelte Morrigan es stark, dass die Werwölfe sich in der Nähe des Mädchens auffällig verhielten. Sie selbst würde auch nichts tun, solange die beiden Köter sie zu nichts zwangen. Deswegen stand sie ruhig, mit artig gefaltenen Händen in der Tür und wartete auf eine Reaktion.

[Im Mädchenwohnhaus in ihrem Zimmer]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 09, 2011 5:42 pm

    Eigentlich war es dem Vampir Jungen relativ egal ob sie nun hier standen oder nicht. Es ging ihm eigentlich auch nicht darum das sie hier standen und sprachen sondern viel eher darum das der Raum voll mit Menschen waren. Es viel Kagami nicht gerade leicht unter ihnen so ruhig herum zu stehen, des weiteren sah es doch irgendwie komisch aus wenn sie hier noch weitere Stunden herum stehen würden oder besser gesagt noch eine weitere Stunde. Als Morrigan dann meinte das sie natürlich mitkommen könnten und auf ihr Zimmer gehen könnten nickte Kagami leicht. Jedoch schien Madeline leicht erschöpft und meinte ihre Koffer seien zu schwer, was hatte sie denn bitteschön alles eingepackt, das sie mit so viel Gepäck rum lief? Morrigan nahm ihr ein paar der Koffer ab als wäre dies selbstverständlich. Innerlich seufzte Kagami. Frauen. Er blickte kurz zu Madeline, nahm ihr dann jedoch auch die letzten Koffer ab, für ihn war es schließlich kein Problem die Koffer diese Treppen hoch zu tragen, immerhin war er ein Vampir, irgendwo hatte das ganze auch seinen Vorteil, seine Kräfte hatten so zugenommen das er sogar noch zwei weitere Frauen ohne Probleme bis zum letzten Stock tragen konnte ohne große Bemühung. Kurz wand er seinen Blick zu Morrigan welche bereits die Treppen aufgesucht hatte, jedoch nicht für lange Zeit, sein Blick schweifte wieder zur Finnin, steckte vielleicht mehr hinter diesem Mädchen?

    "Da du hier ja noch neu bist kennst du dich noch nicht wirklich hier aus, nicht? Wenn du willst kann ich dich später durch das Internat führen..."

    Meinte er knapp. Wenn sie zu stimmen würde, dann könnte er sie ja besser Kennenlernen. Momentan konnte er ja noch nicht viel von ihr erkennen. Wie sie wirklich war. Er konnte sie noch nicht richtig gut einschätzen und wusste von daher nicht in welche Schublade wie er es gerne nannte, stecken sollte.
    Sein Blick wand sich von der Finnin ab, in die Richtung in welche Morrigan verschwunden war. Er musste sich nicht unbedingt beeilen und konnte sie ruhig aus seinem Blickwinkel verlieren, letztendlich könnte er ihren Geruch folgen, doch wäre es eine schlechte Idee, immerhin würde es doch komisch aussehen wenn er sich genaustens darüber bewusst war welches Zimmer Morrigan gehörte. Das einzige das sein könnte wäre das sie ihm bereits gesagt hätte in welchem Zimmer sie wohnte oder wohnen sollte. Kurz blickte er nochmal zur Finnin.

    "...Wir sollten gehen, nicht das wir sie noch verlieren..."

    Sein Blick wand sich von ihr ab und er lief langsam in die Richtung zur Treppe. Jedoch blickte er nicht nochmal nachhinten um Sicher zu gehen ob die Finnin ihm auch folgte, immerhin hatte er ihre Sachen, es wäre ziemlich Naiv von ihr wenn sie ihm zuerst ihre Koffer geben würde und danach nicht mehr nachkommen würde. Diese paar Treppen sollte sie trotz der Tatsache das sie ein Mensch war schaffen. Als Kagami im zweiten Stock ankam konnte er den seiner Meinung nach widerlichen Geruch von Hund vernehmen, also hatte er sich vorhin am Schulhof doch nicht geirrt, auf ihrem Internat gingen nicht nur Menschen...und Vampire. Wirklich Angst vor den Werwölfen hatte Kagami jedoch nicht, immerhin hatte er bisher auch noch keine wirklich schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht, beim Urlaub geriet er zwar dummerweise in einen Streit, doch endete dieser auch nicht wirklich schlimm. Wäre er damals kein Vampir gewesen hätten sie ihm Tatsächlich ein paar Knochen gebrochen, selbst jetzt nach drei Wochen fand Kagami seine Fähigkeiten erstaunlich. Auch die Tatsache dass er das Blut von Menschen essen musste, da er ansonsten sterben würde, dies ihm jedoch keine Überwindung kostete erstaunte den Japaner etwas, immerhin war er ja auch ein Mensch gewesen.
    Etwas weiter hinten konnte er Morrigan bereits erkennen, der Geruch von Werwolf nahm seltsamer Weise zu, blieb nur zu hoffen das Morrigan nicht die Arme war, die sich ein Zimmer mit Werwölfen teilen musste. Wäre sie ein Mensch, dann wäre dies vollkommen egal, wie Kagami erfahren musste tun die Werwölfe den Menschen nichts, im Gegenteil sie beschützen sie. Irgendwie hatte das ganze etwas komisches auf sich. Der einzige Grund weshalb es geheim gehalten wurde, war wohl der das die Jagd den Vampiren schwerer fallen würde und das sonst eine Massenpanik ausbrechen würde, dies wäre alles andere als Vorteilhaft.
    Die Menschen würden versuchen irgendwelche Technologien gegen die Fabelwesen zu entwickeln und wie Kagami die Menschheit kannte würden sie es auch irgendwie früher oder später schaffen. Bisher hatten sie es ja geschafft fast jeden zu Unterdrücken. Kurz schüttelte er seinen Kopf als er fast bei Morrigan angekommen war und ihn der starke Geruch von Hund entgegen kam. Es stimmte also, in Morrigans Zimmer befanden sich Werwölfe. Nach wenigen Schritten stand der Vampir Junge auch schon hinter Morrigan und blickte in die Runde, bildete er es sich ein oder hatte Morrigan Angst vor den Werwölfen? Er konnte anhand des Geruches genaustens erkennen wer alles Werwölfe waren, da hatte Morrigan ja noch einmal Glück gehabt, ihre Zimmergenossin war ein...Mensch. Na ja, immer noch besser als ein Werwolf! Er wand seinen Blick zur Seite, fast genau neben ihnen Stand einer der Werwölfe und auf dem Bett saß einer. Sie hatten anscheinend das Menschen Mädchen auf ihr Zimmer begleitet, durch die Tatsache das sie hier war, würden sie die beiden Vampire doch eigentlich nicht angreifen... Aber man konnte ja nie wissen.

    Kommentarlos betrat Kagami das Zimmer, darauf gespannt was die beiden Werwölfe nun tun würden. Der gesamte Raum roch furchtbar nach ihnen, wieso konnten diese Räudigen Köter denn bitteschön kein Fenster auf machen? Ohne wirklich auf die anderen zu achten ging er zum Fenster und öffnete dieses, ehe er sich wieder umdrehte und zu Morrigan blickte, dachte er gerade eben noch sie sei eine mutige Vampiren, so konnte man sich in einem Täuschen... Für Kagami sah es ja beinahe so aus als wäre sie durch die beiden Werwölfe ziemlich verunsichert worden. Aber da der Japaner ja nun auch da war hatten die Werwölfe ihr gegenüber einen Vorteil weniger. Da er nicht wusste ob sich etwas zerbrechliches in den Taschen von Madeline befand, liess er diese langsam zu Boden sinken, als sich sein Blick zu dem fremden Mädchen wand welche anscheinend zu den Werwölfen gehörte.


[Im Zimmer von Morrigan]
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Madeline

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mo Mai 09, 2011 6:43 pm

Das Angebot wurde vorerst mal nicht von Morrigan abgelehnt, ob sie es sich überlegen würde? Madeline würde sich auf jeden Fall darüber freuen, wenn sie in den Sommerferien oder sonstigen Ferien, die sie Zuhause verbringen würde, jemand bekanntes zu Besuch kam. Ob sie wohl viele hier kennen lernen wird, die in ihrer Nähe wohnten und sie auch besuchen kommen könnten? Wer weiß, wie sich ihre damaligen Freunde verändern werden, während sie auf dem Internat war so ganz weit weg..

Ihr Blick fiel wieder zu Morrigan, welche einverstanden war, dass die Finnin mit auf ihr Zimmer kommen könnte und sie sogar tragen helfen. Sie war äußerst freundlich, wie gut es tut am ersten Tag hier jemanden kennen zu lernen, der ja sofort auf einen selbst eingeht. Mit einem Griff hatte sie auch schon die Sporttasche und lief zur Treppe hin. Es scheint ihr nicht schwer zu fallen, das Gepäck rumzuschleppen. Auch Kagami war so freundlich und nahm mir den zweiten Koffer und half dem Mädchen mit dem Gepäck tragen, doch irgendwie kam sie sich nun blöd vor nur mit einem weiteren leichten Tasche in der Hand, während die anderen das Schwere Zeug trugen. Grinsend lief sie Morrigan hinterher, welche gerade eben noch unten an der Treppe stand und schon im ersten Stock war. Mit schnellen Schritten lief Madeline neben Kagami die Treppe hoch, welcher auch ohne Bemühungen ihren Koffer da hoch schleppte und ein ordentliches Tempo vorausstreckte. Ein Lächeln machte sich im Gesicht der Finnin breit, als er ihr anbot, sie später durch das Internat zu führen. Wieso auch nicht? Man könnte etwas mehr reden und nicht nur das Internat kennenlernen, sondern auch ihn oder andere Personen hier. Das Mädchen nahm das Angebot gerne an.

"Ja, gerne. Wenn du später noch Zeit hast und ich mein Gepäck in meinem Zimmer hab, können wir uns gerne noch auf den Weg machen"

Das Angebot war ja wirklich nicht abzulehnen, wäre doch erstens: zu unhöflich und zweitens: war Madeline zu Neugierig mehr von ihm zu erfahren, er wirkte nämlich richtig interessant. Anfangs wirkte er wie ein stummer uninteressierter ... Typ. Doch jetzt scheint er auch gerne von sich zu erzählen oder auch sich für Madeline zu interessieren. Und dieses Interesse galt in diesem Falle für beide Seiten.

Als er etwas zügiger voran lief und meinte, wir sollten Morrigan nicht verlieren, blickte auch die Finnin wieder nach vorne, wo war sie denn hin gegangen? Ihre Schritte folgten die seine, kurz umgesehen entdeckten sie sie an einer Zimmertür wieder. Der Blick wechselte taktweise von Morrigan zu Kagami hin und her, als der Junge den Kopf schüttelte, ehe die Irin die Tür aufschloss und rein ging, Kagami folgend und dann erst Madeline. Das komische Verhalten der beiden fiel dem Mädchen überhaupt nicht auf, ihr Blick durchsuchte erst einmal das Zimmer, indem sie stand und entdeckte zwei Jungs und ein Mädchen, womöglich war das Mädchen ja diejenige, die mit Morrigan zusammen das Zimmer teilen musste. Der Blick fixierte den Jungen an der Tür, er wirkte wie ein Türsteher oder so was an der Art. Dennoch lies sich ein freundliches Grinsen nicht verkneifen und auch eine nette Begrüßung war angesagt.

"Eheh.. Halloo"

meinte sie erst etwas schüchtern, jedoch sollte sie sich auch noch vorstellen oder? Und das Mädchen, welches auf dem Bett saß, sollte ja nicht meinen, dass sie ihre Zimmerkameradin wird - dem war ja nicht so. Man könnte das ja alles anders interpretieren, da die Finnin ja ihr ganzes Gepäck hier mitgebracht hatte.

"Ich bin Madeline. Eh.. Aber ich bin nicht mit euch im Zimmer. Stört es, wenn ich noch kurz hier bleibe?"

fragte das Mädchen höflich mit einem breiten Grinsen im Gesicht an das eine Mädchen gewandt, welches ebenfalls hier wohnte. Schließlich sollte man ja erst alle fragen, bevor man hier überhaupt eintritt und irgendwas anderes tut. Ihr Blick folgte Kagami, welcher zum Fenster ging und es öffnete. Die Tasche legte sie vorerst neben der Tür ab. Angespannt wartete sie auf eine Reaktion ab, hoffentlich waren sie nicht so zickig und unfreundlich und würden sie jetzt nicht im hohen Bogen hier rauswerfen.




(in Morrigans Zimmer)
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Varyn

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Di Mai 10, 2011 12:38 pm


I TAKE YOU TO PARADISE


Er roch sie. Er hörte sie. Er nahm sie schon war, als sie nur die Treppe hinaufgingen. Die Tür öffnete sich und dann wurde Varyn sein schlimmster Albtraum offenbart. In der Tür stand ganz still und brav ein Mädchen. Es war die, die er vorhin angesehen hatte. Die, die auch ihn gesehen hatte. Die, die schuld daran war, dass seine Laune so miserabel war. Das einmal ganz davon abgesehen, dass dieser Vorfall seine Laune nurnoch verschlimmerte. Der Rothaarige hatte seinen Kopf zur Seite gedreht und nahm die Vampirin nun von der Seite wahr. Ihr Lächeln, dass sie zeigte, kurz bevor sie zu sprechen begann, kam Varyn falsch vor. Sie stellte sich dann als Morrigan vor und faselte irgendwas davon, dass sie wohl zulang am Schwarzen Brett gestanden hatte. Den Werwolf interessierte das nicht im Geringsten. Ein seitlicher Blick wich zu Yuuto, der neben Maruschka auf dem Bett saß. Dann schaute er unauffällig und kurz zu ihr. Wäre sie nicht hier gewesen, hätte der Rothaarige die Vampirin zur Rede gestellt. Es interessierte Varyn brennend, was für einen Vampir Anlass ist in ein Internat zu gehen.
Am liebsten hätte er sich nun einfach zur Tür gedreht, sie gepackt und gegen die Wand geworfen, doch das wagte er nicht, zumal er dafür bisher nichteinmal einen Grund hatte. Eigentlich war Varyn nicht der Typ, der wahllos nach einem Opfer seiner Wut und seines Unmutes suchte, doch am heutigen Tag überkam es ihn beinahe.

Als wäre das alles nicht ohnehin schon genug, kam kurz darauf noch ein zweiter Vampir zu ihnen. Er besaß nicht die Höflichkeit sich vorzustellen. Nein, stattdessen ging er zum Fenster und öffnete es ohne einen Kommentar. Varyn verzog das Gesicht, als er dem Vampir mit Blicken folgte. Unhöflich, dreist und unsympatisch. Der Rothaarige hätte jetzt gern geknurrt, doch er verkniff es sich. Stattdessen staute sich sämtliche schlechte Laune in ihm. Mit geballten Fäusten hinter dem Rücken stand er an der Tür und konzentrierte sich so stark darauf, dass er vollkommen erschrak und sich erschrocken von der Wand abstieß und zur Tür drehte, als plötzlich ein weiteres Mädchen hinzukam. Es war ein Mensch - und sie wirkte um einiges sympatischer als die beiden Vampire, doch der Schock, den Varyn durch ihr plötzliches Auftauchen bekommen hatte, hatte ihn aufschrecken lassen. Zu allem Überfluss verlor er den Faden der Konzentration und so konnte er nur mit Mühe verhindern, dass das Grollen seine Kehle hinaufdrang.
Doch da war irgendetwas, dass er vergessen hatte. Irgendetwas, gegen das er noch ankämpfen musste, weil die Menschen es nicht sehen durften. Eben hatte es doch noch geklappt, warum konnte er sich nun nicht mehr daran erinnern? Als er den Pelz an seinem Arm spürte, war es bereits zu spät. Nicht nur, dass sich die Haare an seinen Armen voller Abneigung gegenüber den Vampiren aufgestellt hatten, nein, auch seine Hand war leicht... außer Kontrolle geraten. Nur kurz hatte er nicht darauf geachtet, und schon war anstelle der Hand, die er hinter seinem Rücken geballt hatte, die Pranke eines Wolfes zu sehen. Diese Pranke war nur für den Bruchteil einer Sekunde zu sehen, ehe er sich wieder kontrollierte und die komplette menschliche Gestallt zurückrief.
Das war die Schuld der großen Einsamkeit in den Ferien! Das war alles nur die Schuld der Ferien! Er war unter Werwölfen gewesen, hatte sich nicht zusammenreißen müssen, wenn er sich verwandeln wollte. Er war nicht Vampiren konfrontiert worden und musste auch nicht darauf achten, was er tat, oder wie sich seine Wutausbrüche äußerten. Und jetzt?! Was hatte er nun davon?! Seine ganze Beherrschung - vollkommen danieder. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren, nicht darauf fixieren aufzupassen, dass man sich nicht verwandelte. Verdammte, verdammte Ferien!
Sein Herz schlug schnell, ja es raste geradezu. Hatte Maruschka es gesehen? Bei allen anderen war es ihm egal, doch Maru durfte es auf gar keinen Fall erfahren. Niemals. NIE! Er musste etwas unternehmen, um die Situation zu überspielen, und dazu gehörte in erster Linie sich in eine Illusion zu hüllen. Es kostete seine ganze Energie dieses Trugbild zu erstellen, doch er musste es tun, um den Schein und seinen Charakter, ganz zu schweigen von sich als Person, zu schützen. Weder Madeline noch Morrigan, nicht der Vampir und auch Yuuto und Maruschka würden Varyn noch länger so wahrnehmen wie er dort stand. Der Werwolf hüllte sich in eine Illusion, die den anderen vorgaukelte, dass er nicht länger erschrocken, panisch und um Kontrolle bemüht dort stand, sondern sahen sie fortan, wie er sich zunehmend entspannte und relativ neutrale Gesichtszüge zeigte.

» Natürlich könnt ihr kurz hier bleiben, wir wollten sowieso gerade wieder gehen.«, gab er mit gequält freundlicher Stimme von sich.


In Wirklichkeit taumelte Varyn zwei Schritte zurück und bekam schon überall Pelz vor Wut und Groll und Unzufriedenheit, während die Illusion zeigte, wie er sich umdrehte und nach Maruschkas Handgelenk griff. Auch in der Wirklichkeit griff er nach ihrem Handgelenk, nur war seine Hand leider nicht halb so menschlich, wie er hoffte. Der vollkommen erschöpfte Varyn achtete aber nicht weiter darauf und hoffte, dass sie es nur als Irrtum abstempeln würde. Yuuto warf er einen Blick zu und forderte ihn auf mitzukommen. Sein Freund musste jetzt einfach mitkommen. Vermutlich würde es eine Katastrophe geben, wenn der verzweifelte Werwolf jetzt allein war. Jetzt mussten die beiden nur kooperativ sein, sonst würde das Ganze noch verdammt schief gehen. Und auch die Illusion würde nicht mehr lang halten. Sie verbrauchte seine ganze Kraft.

[ bei Morrigan, Madeline, Maruschka, Yuuro und Kagami | möchte das Zimmer verlassen ]
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Troy

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Mai 11, 2011 12:14 pm

    Eis essen? Er würde sicherlich kein Eis essen, aber das konnte Nelami ja nicht wissen. Ein angenehmer Geruch strömte ihm entgegen, als sich das Mädchen seinem Gesicht näherte. Warum sollte er nein sagen? Immerhin hatte er im Grunde diese Situation provoziert. Ein kurzes Grinsen stahl sich auf seine Lippen, als er an Kagami dachte, ja, dem Vampirjungen würde es eher nicht gefallen, was sie hier machten, und genau deswegen machte er es ja. Es war seltsam, aber er fand es lustig. Der Kuss zwischen ihm und Nelami hielt allerdings nur kurz an, da er erstens nicht so der Typ war, der im hungrigen Zustand zu lange derlei Körperkontakt halten konnte, und außerdem war ihm gerade eine bezaubernde Idee gekommen.
    Er setzte ein paar hauchende Küsse Nelamis Wange entlang und wanderte ihren Hals hinab, wo er ihr ein paar weitere Küsse auf die Haut hauchte. Es war schwer, die Chance nun nicht zu nutzen und seinen Durst zu stillen, aber er war doch lange genug in solchen Situationen gewesen, um sich zurück zu halten.
    Grinsend biss er ihr leicht in den Hals, allerdings so das ihre Haut nicht verletzt wurde, und Troy hinterließ dem Mädchen einen dunklen Fleck exakt an der Schlagader. Dass das kein Zufall war, würde jeder Vampir wohl bemerken.
    Sich das grinsen nicht verkneifen könnend, sah er Nelami in die Augen und war sich darüber bewusst, das Kagami das ganze auch in den falschen Hals bekommen könnte, aber das sollte ihm nur recht sein.
    Außerdem würde diese hohle Nuss dann vielleicht merken, das man eine Freundin nicht mit jedem Vampir mitlaufen lassen sollte.
    Sein grinsen wich allmählich und ihm fiel auf, das er bislang kein einziges Wort zu Nelami gesagt hatte.
    War vielleicht auch besser so, denn ihm kamen gerade so dämliche und sinnfreie Fragen in denn Sinn wie "Woran ist das tote Meer gestorben?" oder "Was passiert wenn man sich zweimal halt tot lacht?"
    Und damit wollte er die gute nun wirklich nicht quälen.

    "Also, ich finde das hier besser als Eis essen"

    gab er mit einem charmanten lächeln von sich und strich Nelami mit dem Finger die Wirbelsäule auf und ab.


[Bei Nelami in seinem Zimmer]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Mai 11, 2011 1:10 pm

"Bäääh."
"Was ist denn jetzt schon wieder?"
"Nichts."
"Aha und warum hast du dann Bääh gesagt?"
"Nur so."


In den meisten Filmen war es so, dass das Mädchen ihr Bein anhob, wenn es einen Jungen küsste. Nelami hatte sich damit abgefunden es nicht zu tun. Es sah albern aus. Irgendwie so Barbielike. Nelly hatte noch nie mit diesen Puppen gespielt, mit dem perfekten Maß und dem tollen Aussehen. Mit einem Augenrollen hatte sie immer zu ihrem Skate-Board gegriffen und war gegangen. Ja, sie hatte diese Boards wirklich gerne gehabt, wobei sie oft genug gefallen war. An dem Skat-Park gab es auch immer Paare die sich geküsst hatten.
Manchmal hatte Nelly zugesehen. Kein Mädchen hatte je ihr Bein gehoben, wie die in den Filmen. Oft hatten die Menschen in den Filmen auch Kleider an, aber Nelly trug nie so gerne Kleider. Natürlich, Kleider, wenn es denn die richtigen waren, waren echt toll und sie liebte diese dann abgöttisch, aber dauernd trug sie keine. Aber in den Filmen trugen sie meistens Kleider, die wunderschönen und begeerenswerten Frauen. Das war dieses Märchenfeelig, bei dem ihre Mutter in Tränen ausgebrochen war. Nelly hatte sie nie verstanden.

Sie spürte die Lippen von Troy über ihre Lippen, ihren Hals und ihre Wangen gleiten. Auch ein kurzes Zwicken nahm sie wahr. Es kam nicht selten vor, das man sie biss. Ein Junge hatte mal ihren halben Hals voll gebissen. Überall hatten diese kleinen dunklen Flecken gelegen. Das Schlimmste war, das sie zu dem Zeitpunkt mit jemanden zusammen war. Nagut, es hielt sich nie lange und das sollte jeder wissen. Deswegen ließ sie die Finger von Jungs, die immer meinten es wäre etwas ernstes. Meinst reagierten diese dann über und kamen mit den Sprüchen 'Du hast mein Leben versaut' oder sonst etwas. Wie sie feste Beziehungen doch hasste.
Troy schien auch eher der Typ für nichts Festes zu sein. Aber sie konnte das nicht großartig beurteilen, sie hoffte es nur.

Ihre Finger, die im Gegensatz zu seiner Haut etwas wärmer waren, strichen leicht über seine Schläfen und ab und an durch sein Haar. Man musste sagen, das es nicht soooo leicht war, denn alles war voll von Haargel. Sie brauchte keines. Ihre Haare mussten nur gut geföhnt werden und alles klappte wie am Schnürchen.
Nelami grinste leicht, über seine Worte.

"Na mal sehen. Draußen ist es warm, vielleicht zerschmilzt das Eis ja.
Das wäre doch schade.
"


Mit einem Lächeln drückte sie noch einmal kurz ihre Lippen auf seine. In diesem kurzen Moment, ließ sie ihre Zunge über Seine streichen und kicherte dann leise. Es war kaum zu hören.
Kurz blickte sie über die Schulter. Takara sprang vom Bett und legte sich in die Tasche. Warum in gottes Namen wollte sie schon gehen? Dummes Tier.



{bei Troy in Troy's Zimmer}
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Maruschka

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Mi Mai 11, 2011 8:42 pm

    "Freunde sind wie Kartoffeln.
    Wenn man sie isst, sind sie tot."


    Auf ihre Schwester ging eigentlich keiner der beiden Jungen so wirklich ein, wobei Varyn ja immer noch sehr abwesend wirkte. Aber Maruschka ließ ihn noch immer nachdenken und hörte eher Yuuto zu, der seine Meinung zu den gleichen Zimmer erklärte. Sie nickte.

    "Da hast du natürlich auch wieder recht. Ist ja schon öfter passiert, dass Putzleute etwas geklaut haben. Also es ist ja nicht so, dass alle so sind, aber die Leute verdienen eben wenig Geld und da kann ich auch verstehen, dass sie gerne mal teure Sachen mitgehen lassen."

    Maruschka räumte weiter an ihren Sachen rum, schob die Lampe und den Wecker auf dem Nachtschrank zurecht, als auf einmal jemand zu der kleinen Gruppe im Raum dazukam. Es waren zwei Mädchen und ein Junge, eines der Mädchen stellte sich als Morrigan vor, das andere hieß wohl Madeline, war aber nicht in ihrem Zimmer. Der Junge sagte allerdings nichts. Schnell huschte Maruschkas Blick zu Varyn, der einen Moment lang ziemlich angespannt wirkte, sich dann aber anscheinend zu entspannen begann.

    "Hey freut m-"

    Auf einmal wurde sie von Varyn unterbrochen, der meinte sie hätten eh gerade gehen wollen und nach ihrer Hand griff. Seine Hand fühlte sich irgendwie pelzig an, doch das hätte Maruschka sich ja auch einbilden können, schließlich zog sie ihre Hand ziemlich schnell wieder weg.

    "Sag mal, hackts?! Ich dachte du wolltest hier bleiben. Also ich würde meine Zimmergenossin ja sehr gerne kennen lernen. Und auch gegen eure Bekanntschaft habe ich natürlich nichts einzuwenden, Madeline und... Junge? Du kannst ja rausgehen und dich mal ein bisschen abreagieren. Warst ja eh schon die ganze Zeit ziemlich komisch drauf."

    Sie war am Anfang etwas lauter gewesen, am Ende klang ihre Stimme aber nur ein wenig wütend. Mit einem Lächeln drehte sie sich jetzt wieder zu Madeline, Morrigan und dem Jungen, während sie sich das Handgelenk rieb, das sich immer noch so anfühlte, als wäre sie von Pelz berührt worden.

    "Also nochmal. Freut mich. Ich bin Maruschka. Wisst ihr wer die ist, die hier noch im Zimmer ist? Und ich hoffe es ist für dich okay, dass ich mir das Bett hier genommen habe, Morrigan."

    Varyn sah sie erstmal gar nicht mehr an, sonst wäre die Brünette wahrscheinlich gleich auf ihn zugerannt, hätte ihn umarmt und sich entschuldigt. Aber die Blöße wollte sie sich jetzt definitiv nicht geben.


[mit Morrigan, Varyn, Madeline, Yuuto und Kagami in ihrem Zimmer]


Zuletzt von Maruschka am Sa Mai 21, 2011 12:29 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Yuuto

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Do Mai 12, 2011 8:36 am

    Varyn ging es nicht gut. Soviel stand fest, aber eine wirkliche Erklärung fand auch der Japaner nicht dafür. Irgendwie war Maruschka eine richtige Optimistin, sollten die Putzleute sich doch selber darum kümmern, das sie mehr verdienten, und nicht ihnen die Sachen stehlen, also wirklich.
    Gerade als er zum Antworten ansetzen wollte, ging auch die Tür auf, und der Geruch nach Vampir strömte ihm entgegen. Er musste sich kurz zusammen reisen, nicht gleich den ersten um zurennen, aber das war dann auch schnell erledigt. So saß er ruhig auf dem Bett und beobachtete das Schauspiel. Hatte er die beiden nicht schon vorher gesehen? Bestimmt.

    "Hm..."

    dann tauchte auch schon Varyn neben ihnen auf und warf ihm einen fast bettelnden Blick zu, wie er fand. Maruschkas Reaktion allerdings lies ihn etwas verwundert aufsehen. So hatte sie bisher nicht reagiert...
    Allerdings stimmte irgendwas nicht mit Varyn, er schien zwar vollkommen okay, aber... irgendwas war nicht in Ordnung. Dem Geruch der Vampire nach zu urteilen, vergrifen sie sich an Menschen, anders war der starke Geruch nach Mensch nicht erklärbar.
    Mit einem leisen murren und den Blick richtung Kagami gewandt, stand er auf.

    "Varyn, lass uns schonmal vorgehen..."

    Somit legte er eine Hand an Varyn Schulterblatt und schob ihn förmlich bis zur Tür. Kurz bevor sie das Zimmer verliessen, blieb er stehen und drehte sich nochmal um, und das nicht ohne den Vampiren einen warnenden Blick zu zuwerfen.

    "Maru? Kommst du nachher nochmal vorbei? Unsere Zimmernummer findest du ja falls du sie vergessen hast, am schwazen Brett..."

    seine Stimme klang ruhig und freundlich, wobei ihm eigentlich gar nicht wohl war, Maruschka mit den Vapiren alleine zu lassen, aber sie würden sicher nicht den Fehler begehen, die Freundin von zwei Werwölfen anzufallen. Und schon gab er Varyn einen etwas kräftigeren schubser, somit das dieser raus aus dem Zimmer war, und ging dann hinterher. Die Tür hinter sich schließend wand er sich dann auch schon im vorbeigehen und Richtung Treppe gewandt.

    "Was auch immer mit dir los ist, du solltest dich erstmal Beruhigen..."

    Diesmal schwang ein genervter unterton in seiner Stimme mit. Das letzte was sie jetzt brauchten, wenn sowieso so viele Vampire neu hier an der Schule waren, war ein Ausraster einer der wenigen Werwölfe.


[Bei Maru und co / verlässt Zimmer / Varyn / Mädchenhaus Treppe]

••••••••


Erstcharakter von Troy
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Troy

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Do Mai 12, 2011 3:29 pm

    Seufzend lehnte er sich kurz etwas nach vorne zu Nelami, ehe er sich dann doch von ihr löste und Richtung Fenster ging. Er brauchte frische Luft, er hatte Hunger und dieser Raum war zu Eng und auf lange Zeit war das keine gute Kombination.
    Nelami so nah bei sich zu haben, war auch nicht so einfach wie er sich das vorgestellt hatte. Jetzt musste er dann erst mal was zu essen bekommen, das hieß das er heute Nacht für eine Weile weg musste, es würde sich schon irgendein Hund oder eine Katze finden, die sowieso keine Besitzer hatte.
    Aber bis dahin musste er sich was einfallen lassen.

    "Nelly, warum schauen wir nicht, wo dein Zimmer ist, oder mit wem du ein Zimmer teilst?"

    Ablenkung war gut, und er hatte sie auch noch bitter nötig. Er fand es gerade gar nicht lustig, das ihm danach war, Nelami zu verspeisen.
    Und damit ihm kein Missgeschick passieren konnte, würde er sich ablenken.
    Er ging wieder auf die Tür zu, und drehte den Schlüssel wieder herum, mit einem klicken offenbarte die Tür, das sie nun wieder offen war.
    Er atmete leise tief durch, und drehte sich dann Nelami zu

    "Sonst irgendwelche Vorschläge?"


    dabei grinste er sie wieder mit seinem üblichen lächeln an. Er wusste zwar nicht, warum er jetzt grinste, aber er grinste eigentlich bei allem was er sagte... er würde wohl sogar grinsen wenn er bei der Polizei wäre und jemandem mitteilen müsste, das ein Verwandter gestorben war... seltsam.


[Nelami / Jungenhaus, sein Zimmer]
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Varyn

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Ins Nichts   Fr Mai 13, 2011 1:50 pm


sometimes i've got to run away


Sein Herz pumpte das Blut wie verrückt durch seinen Körper. Wütende Adrenalinstöße tobten durch seinen Körper und versetzten ihn in einen Zustand, der nur durch Ruhe wieder gelockert werden konnte. Doch diese Ruhe war nirgends zu finden. Obgleich die Illusion ihm Unmengen an Kraft raubte, konnte er sich noch auf Beinen halten und auch das Trugbild würde noch einige, wenige Sekunden anhalten. Als Maru ihn so wütend anfuhr, wurde Varyn blass. Gut, dass es niemand sah. Und noch besser, dass im nächsten Moment niemand sah, wie sin Gebiss sich eigenartig verformte. Die scharfen Reißzähne ersetzten seine normalen Menschenzähne. Es schmerzte ein wenig, doch das fiel dem Rothaarigen gar nicht auf. Sie hatte ihn fast angeschrien. Sie hatte ihn weggestoßen. Sie hatte sich mit einem Lächeln (!) zu den Vampiren und ihrem Menschenweib gewand. Wut kochte in ihm auf. Mehr schon als zuvor. Diesmal jedoch richtete sie sich nicht nur auf die Vampire, sondern auch auf das Mädchen, dass er so liebte. Eigentlich war es nichtmal Wut, sondern eher Enttäuschung und Schock. Maruschka war Varyns Mädchen. Sie durfte ihm nicht weglaufen, nicht einfach zu den Menschen mit den Reißzähnen gehen.
Bevor Varyn allerdings eine weitere Dummheit begehen konnte, stand Yuuto auf und schob ihn mehr oder weniger zur Tür. Was er sagte, dass wusste der Werwolf nicht. Da war nur dieses Rauschen in seinem Kopf und die Leere und das Echo von Maruschkas Worten. Ganz am Rande seines Wahrnehmungsvermögen - seine Konzentration lag voll und ganz darauf die Illusion aufrechtzuerhalten, während er immer mehr mutierte - sah er, wie Yuuto hinter ihnen die Tür schloss. Varyn fühlte sich, als hätte man ihm diese Tür gegen den Kopf geschlagen. Wie betäubte kehrte er nur langsam ins hier und jetzt zurück. Was auch immer der Japaner gesagt hatte, er klang leicht genervt. Dieser Tropfen brachte das Fass zum Überlaufen. Varyn packte ihn am Kragen und schlug ihn mehr, als dass er ihn drückte, gegen die Wand.

» ALTER! Was bist du für ein... «, er unterbrach sich und schluckte. » Was fällt dir ein Maruschka dadrin mit den Vampiren allein zu lassen! Bist du dumm oder sowas? Bah, einen beschisseneren Freund als dich hab' ich nie gesehen. Die veranstallten dadrin, in Maru's Zimmer 'ne verdammte Blutsaugerparty und du glaubst dich da so einfach verpissen zu können! Wie assozial kann man sein, man?! «


Mit gebleckten Zähnen, mehr Wolf als Mensch stand er seinem eigentlich besten Freund gegenüber. Momentan hätte er ihn am liebsten noch ein paar Mal gegen die Wand geschmissen, damit der Typ wieder zur Besinnung kam, aber das brachte sie nun auch nicht weiter. Varyns Stimme war ein leises Grollen gewesen. Sichtlich gab er sich Mühe nicht derart laut zu Brüllen, dass man es im ganzen Gebäude hörte. Yuutos Aufschlag gegen die Wand war sicherlich schon laut genug gewesen.

» DU! Du wirst jetzt sofort wieder in diesen Raum gehen und auf Maruschka aufpassen, man! Wenn du's nicht tust, bring ich dich um! LOS, Alter! «


Er riss noch die Tür zu Marus Zimmer auf, bevor Varyn mit einem letzten, wütenden Blick zu Yuuto zurücksah und dann verschwand. Er stürzte mehr die Treppe hinab, als das er fiel. Entfernt sah er einen Vampir zusammen mit einem Werwolf. Für einen kurzen Moment überlegte er, ob er im Vorbeirennen den Vampir umrempeln und dem Werwolf winken sollte, doch er ließ es bleiben und sparte seine Kraft auf, um die Illsion weiter zu erhalten. Stattdessen rannte er in einem recht schnellen Tempo den Gang entlang, an den beiden vorbei und dann den Notausgang hinaus - eine "Hintertür", die Yuuto und er schon desöfteren verwendet hatten, wenn sie es drinnen nicht mehr aushielten und in den Wald wollten. Hinter dem Mädchengebäude lag direkt ein großes Stück Grünfläche, in dem man relativ ungesehen verschwinden konnte. Kaum hatte Varyn das Gebäude verlassen und war die letzten Schritte geflüchtelt, da ließ auch der Rest der Transformation nicht auf sich warten. Der riesige, weiße Wolf rannte hechelnd tiefer und tiefer in den Wald hinein und riss dabei mehrere kleine Büsche und Bäume um. Krach machte er sicherlich, aber niemand würde es hören. Knurren drang aus seiner Kehle, die Wut stob in seinem Körper, in seinen Adern auf und ließ sein Herz noch lauter dröhnen. Seine Krallen trafen auf das Holz, als er sich aufrichtete um irgendwem oder irgendetwas wehzutun. Der Baum war sein Opfer. Er verlor Rinde und Holz während Varyn seine Zähne in den Stamm grub und mit den Klauen auf den Baum einhämmerte, als wäre es soein Kratzding für Katzen. Die ganze schlechte Laune, all der Hass, alles, was sich aufgestaut hatte, bündelte sich in seiner Aggressivität und zerriss das Holz weiter, bis der Werwolf erschöpft und völlig ausgelaugt zu Boden sank. Seine Brust hob und senkte sich rasch, der Wind strich beruhigend über seinen weißen Pelz, um ihn zu trösten, um ihm zu sagen, dass alles gut war. Nichts, rein garnichts war gut! Es war nicht ein ganzer Tag verstrichen und schon hatte es sich Varyn mit Maruschka verspielt. Dieses, würde wirklich sein letztes Jahr auf diesem Internat sein.

{ verlässt Yuuto, rennt an Yoko und Reeba vorbei, verlässt das Gebäude | im Wald hinter dem Mädchenhaus }
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Kapitel 1: Ins Nichts
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